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Amtrcdcn, sowol Kasnal- als andere Reden, und ctwan imallgemeinen Magazin für Prediger dürft' er stehen, nur leiderdasselbe über Gebühr mehr anfschwellend.
Aber mein Vater wurde im Grunde weder sieh noch derTon-Muse untren. Besuchte sic ihn denn nicht als alte Ge-liebte im Nonncngcwande der heiligen Jungfrau und brachteihm im einsamen tonlosen'Psarrdorf Joditz jede Worbe Kir-chenmusiken mit? — Und aus der anderen Seite wohnte nocheine andere Kraft neben seiner musikalischen in ihm und suchteihren Spielraum, die Kanzel; denn wenn gewöhnlich der großeTonkünstler nach einer alten Bemerkung das sinnliche Trinken,und nach Lavatcr das sinnliche Esten sucht, und so der Kapell-meister als sein Sclbkellermeister und als sein Selbspciscmeistererscheint: so hört man eben nicht, daß sie besondere Kanzel-rcdncr dabei waren. Beredsamkeit, die prosaische Wand- undThürnachbarin der Poesie, wohnte im Prcdigerherzcn meinesVaters; und dieselben Sonncnstralcn des Genius, die amMorgen seines Lebens in ihm, wie in einem Mcmnons-Bild,Wohllaute weckten, vereinigten spater ans der Kanzel warmesLicht und den Donner der Gcsctzpredigtcn. —
Ich merke wol, meine Zuhörer, daß ich lange von meinenAnverwandten rede und sie sehr lobe; aber ich will ja sogleichvon mir zu reden anfangen und kaum damit aufhörcn. ZwardaS Lob selber, das ich meinem Vater hier crtheile, käme ihm,wenn er noch lebte, noch so bedeutend vor, als es mir selberleer erscheint, wenn ich mir ihn in der Ewigkeit vorstclle, woer sich unter den Seligen nicht sonderlich damit brüsten wird,daß er im Jahre 1818 von meinem Lehrstuhl herab wieder alsKirchcnkomponist des Baircutcr Fnrstcnthnms ansgcrnsen wor-den; — und ganz dasselbe und die ähnliche Kälte gegen alles