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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
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zerbrochen; aber die Natur, in ewiger Wesenheit, wirkt fort durchdas All des Seins ins Ewige; jeder Strahl, jeder Lichtpunkt des-selben, anders in Verbindung mit Stoffen und Kräften gesetzt,diesen eine andere Einheits-Bildung crthcilcnd. Es gibt so vieleFormen und Arten des Lebens, als verschiedene Verbindungen dervcrschiedncn Gattungen von Stoffen und Bcwegkrästen sein können.Es bleiben gewiß noch Erscheinungen lebendiger und herrlichererGeschöpfe auf Erden möglich, die zuvor nie in ihrer Art erschie-nen sind.

Das Urlcbcn mag in allen Sternen anders walten, »nd sich,in seinen Gcgensätzlichwerdnngcn, zu ganz andern Geschöpfen ge-stalten. Ans unsrer Erde entwickelte es sich zuerst im Flüssigen;bevölkerte, als Alles Meer war, das Meer; nnd trat ans demWasser in wunderbaren Ncbergangsgestaltcn, ans das trockne Landund in die Luft. Aber Alles ist nach einer und derselben Urformgebildet, nnd die Mannigfaltigkeiten sind nur Abänderungen, Ver-edlungen einzelner Gliederungen und Thcile^ die erst nach nndnach durch die geänderten Wechselwirkungen nnd Verhältnisse derverschiedenen Elemente, entstanden. Daher die Reihe der in einandervcrschwimmcndcn Uebcrgängc der Pflanzen nnd Thierc vom ver-filzten Fädcngcflccht des Bhssns in Bergwerken nnd Gruben,bis zur großartigen Magnolie und zur peruanischen Annona mitden ambrosischen Früchten, groß wie Melonen, an ihren ansge-brciteten Acstcn; oder vom Ausgußthicrchen empor, durch die langeReihe der Schaalthicrc, Fische, Amphibien, Vogel, Vierfüßler,bis znm afrikanischen Affen (Stmia «trogtoü; ivs) nnd der mensch-lichen Gestalt.

Wie im Großen und Allgemeinen sich das Leben allmälig vomEinfachsten zu einer Einheit des Mannigfaltigsten, in Stoffen, Kräf-ten und Gliederungen aufstnft, eben so nimmt jede einzelneLebens-Gattung, indem sie ein einzelnes Eigenganzcs zusammen-