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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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Sonne, nnd doch immer nur Theil einer größer» Sclbstheit; Einsdas Andre in gegensätzlicher Erregung bcthätigcnd; Alles mit Allem,im wunderbaren Verkehr, aufs engste verschlungen.

Wie dünkt sich der Sterbliche so selbstherrlich waltend in derNatur; nnd doch ist seine vergängliche Gestalt mit ihr zerflossen!Täglich im Dunstkreis seines Erdballs theilweis verdunstend, wirder täglich von den Gasen und nngcwahrbaren Hochstoffen derselben,wie ein dünnes Gewebe, durchströmt. Der Kranke fühlt des Mon-des geheimen Einfluß; und der Mensch in Grönland und derMensch in Sudan, wird ein andrer, durch den Winkel, welchender Sonnenstrahl mit der Oberfläche seines Wohnplatzes bildet.Wie klein steht er da und verloren, wo, was er bis in den äußer-sten gestirnten Fernen des Himmels erblickt, selber nur ein ge-ringes Bruchstück des Gränzcnlosen ist! — Wie ohnmächtig in derMitte eines ihm fremden Wirkens, wo, was den Thautropfcn desHalms zu seinen Füßen formt, auch Weltkörper ballet und sic strah-lend durch die ätherischen Nächte entführt! — Und doch, wie großund herrlich zugleich steht er !m Licht seines wissenden Wesens da;er, ein Genosse des Größten nnd Allerhcrrlichstcu, untrennbar vonihm, unvergänglich mit ihm! — Wen durchschanert nicht, .in die-sem Bewußtsein, der Gedanke des ewigen Seins mit Wollust!

40. Dürftigkeit unsrer Erfahrungen über Stoff- und Kraft,Ortungen.

Aber ich fühle, daß ich einen Augenblick lang meinen eigent-lichen Vorsatz aus dem Gesicht verloren, und, während ich nurmeine Ansicht vom Reich des Uebersinnlichen zur Schau stellenwollte, mich in Andeutungen der von äußern Erscheinungen abge-zogenen Begriffe verlor.