Kap. I. H. i;;. izb.
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Ihre Churs. Gnaden oder ihren Nachkommen von ihnenvon rechtzwegen zu furderen .qebürcn mocht, das fechtet dieStctte nicht an, und wollen Ihre Churs. Gnaden sich des-sen nicht begeben, sondern vielmehr rcservirt und Vorbehal-ten haben."
Man sieht hieraus, daß der eigentlich entscheidendeGrund des Kurfürsten die dem Adel obliegende damals imKriege noch sehr gebräuchliche Ritterdienste gewesen, denn dieanderen Gründe werden nur mit dem Ausdruck: „auch dane-ben angebcn," angeführt. Man sieht aber auch weiter, daßder Adel damals gae nicht behauptet, daß er durch seineMeyer Steuern zahle, sondern nur, daß er häufig wegenderen inr damalige» Kriege durch die Steuern erfolgten Ar-muth die st'fachte zum Lheil oder ganz entralhcn müßte. Daßdie Pfächte selbst im allgemeinen mit Rücksicht auf übernoin«mene Steuern festgesetzt seyen, davon findet sich keine Spur,sondern der Hauptgrund ist immer die alte Freiheit und dieLeistung der Ritterdienste.
Merkwürdig ist cs auch, daß der Kurfürst sich und seinenNachfolgern die Rechte auf Besteuerung des Adels Vorbehal-ten hat.
136.
Indessen war mit jener Erklärung des Kurfürsten, dienicht von der gesanrmten Landschaft angenommen, sondernnur gegen die Depulirtcn der Stadte-Eurie geschehen war,sich auch zunächst nur auf die damals zur Frage stehenden .go,OooRthlr. bezog, die Sache noch gar nicht abgethan. So findenwir im Landtagsabschledc vom 25. Febr. i-zgc) den Adel schonwieder, wie Städte und Bauern, mit einer Viehschatzung be-legt. Im Landtagsabschledc vom i. Juli rzyü sehen wirZooo Rthlr. Türkensteuer, von Ritterschaft, Bürger undBauern zu zahlen, bewilligt. — Auch bei einer ständischenZusammenkunft vom 2. April 1Ü12 wurden dem Kurfürstenyooo Rthlr. zur willkommenen Steuer bewilligt und derenAufnahme als Darlchn beschlossen. Hier geriethen nun wie-der Städte und Adel über die von letzterem behauptete Steuer-
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