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1 (1823) Darstellung der Rechtsverhältnisse der Bauerngüter im Herzogthum Westfalen nach älteren und neueren Gesetzen und Rechten
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Stadtrechts. Was uns die Zukunft bereite, ob der Baueraus des Gutsherrn Hand nur erlöst, uni in die schwerereHand des Gläubigers zu gerathcn, ob der Verlust des -Pa-triarchalischen und Adlichen, was in den Bauern -Fideicom-»üssen lag, unersetzlich? Diese Fragen werden noch nichtgnügend beantwortet werden können. Aber die Regierungenwerden sich beruhigen in dem Bewußtseyn, nicht aus eitlerWillkühr altgewohnte Verhältnisse aufgehoben, sondern ge-folgt zu haben den Mahnungen der Nothwendigkeit, derZeit.

Eine Pflicht aber haben wir gegen die kommende Zeit,aufzubewahren und zu überlieferen, was wir wissen, vonden bisherigen Verhältnissen der Bauerngüter, damit denNachkommen erleichtert werde die Anknüpfung und Fort-spinnung des Fadens der Geschichten. Darum habe ichdenn, was über die Rechtsverhältnisse der Bauerngütermeines Vaterlandes in Schriften und in Uebcrlicfcrung derGerichte und des Volks vorhanden war, nach Kräften zu-sammcngcstellt, und übergebe das hiedurch entstandene Werkdem Publikum als ersten Theil des von der Verlagsbuch-handlung angckündigten Eommentars über die königlichenGesetze vom 25. Scpt. 1820. Die Gesetzgebung des Hcr-zogthums Westfalen mußte ganz besonders abgehandelt wer-den, weil sie in sich zu abgeschlossen und ihrer geschichtli-chen Entstehung nach zu heterogen ist, als daß sie mit derDarstellung der bäuerlichen Verhältnisse in den Provinzenzwischen Rhein und Elbe vermischt werden könnte.

Ein billiges Publikum glaube ich, wandelnd auf einemwenig betretenen Pfade, so ziemlich zu befriedigen, für dieUnbilligen schreibe ich nicht, sondern ich habe nur den Wunschfür sie, selbst Hand anzulegen und so durch Erfahrung sichvon der Schwierigkeit eines solchen Unternehmens zu über-zeugen.

Diejenigen werden sich getäuscht sehen, welche etwaüber die den bäuerlichen Verhältnissen allerdings sehr ver-wandte alte Geschichte des Heerbanns und seines Unter-gangs im Feudalismus hier neue Forschungen erwarteten.