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2 (1821)
Entstehung
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ERSTES KAPITEL.

Theorie der elliptischen Bewegung.

§. 1.

In der vorhergehenden Abtheilung haben wir bloss die scheinba-ren Orte der Gestirne, die Projeclion derselben an der Flächedes Himmels oder die Lage der Gesichtslinie betrachtet, in wel-cher diese Körper dem Auge des Beobachters erscheinen. Wirwollen nun, indem wir die Erscheinungen verlassen, und zu denGegenständen selbst, die uns unter so verschiedenen Gestaltenund Verhältnissen sich darstellen , übergehen , die Puncte jener Ge-sichls-Linien , welche die Gestirne in der That einnehrnen , oderdie wahren Orte derselben betrachten.

Unter allen Gestirnen, die eine eigene Bewegung zu habenscheinen , dringt sich unsern Blicken vorzüglich die Sonne auf.Fine einfache Ansicht des nächtlichen Himmels in zwey verschie-denen Jahreszeiten überzeugt uns von ihrer eigenen Bewegung.Die auf dem Wege der Sonne liegenden Sterne, die bald nachihr untergeben , verlieren sich schon nach einigen Tagen in ihremGlanze, und erscheinen in der Folge wieder vor ihrem Aufgange.Die Sonne rückt daher von West gegen Ost oder in einer Rich-tung fort, welche der ihrer täglichen Bewegung entgegen gesetztist. Auf diese Art haben unsere Vorgänger die eigene Bewegungder Sonne lange beobachtet.; die Neueren bestimmen die Rich-tung dieser Bewegung und ihre Geschwindigkeit, viel genauer da-durch, dass sie täglich die Mittagshöhe der Sonne und die Zeitbeobachten , die zwischen ihrem und der Sterne Durchgang durchden Meridian verfliesst. Auf diese Art erhält man täglich ihre ge-rade Aufsteigung sowohl, als ihre Abweichung, und daraus imVerfolg des ganzen Jahres die Lage der Balm, welche die Sonnebeschreibt.

Allein die Beobachtungen haben uns noch eine grosse An-zahl anderer Himmelskörper kennen gelehrt, welche ebenfalls ei-gene Bewegungen haben. Einige derselben scheinen sich in hey-nahe kreisförmigen Bahnen , die nicht zu ferne von der Sonnen-bahn liegen, um die Sonne Q iu regelmässigen Perioden zu bewe-