Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
18
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gen, und sie sind unter dem Namen der Planeten bekannt.Ihrer sind eilf, nähmlich Merkur <j5 , Venus ? , Mars £ , Ce-res ^ , Pallas $ , Juno t , Vesta p], Jupiter 2p , Saturn fj undUranus J , und zu ihnen gehört auch , wie wir sehen werden ,unsere Erde £ . Um mehrere derselben bewegen sich andere klei-nere Gestirne, Monde oder Satelliten, deren die Erde ei-nen, Jupiter vier, Uranus sechs, und Saturn sieben hat, wel-cher letztere noch liberdiess von einem doppelten Ringe umgebenist. Ausser den Planeten gibt es aber noch eine wahrscheinlichsehr grosse Menge anderer Körper, die eigenen .Bewegungen un-terworfen sind, deren Bahnen sehr von Kreisen verschieden, de-ren Ebenen in allen Gegenden des .Himmels verstreut sind , diemeistens mit einer Art von Nebel, der verschiedene Gestalten an-nimml., umgeben sind, und die im Anfänge ihrer Erscheinungoft beynahe unmerklirh schnell an Grösse und Geschwindigkeitwachsen, hierauf wieder abnehmen, und endlich gänzlich ver-schwinden. Sie sind unter dem Nahmen derlvoineten bekannt.

Diese Bewegungen der Planeten und Kometen, wie sie vonder Erde gesehen werden , zeigen sich so zusammengesetzt, dasssie auf den ersten Blick ganz regellos vor sich zu gehen scheinen.Die Untersuchung derselben ist, einer der wichtigsten und schwer-sten Gegenstände, an welchen der menschliche Geist seine Kraft,geübt hat. Erst, nach Jahrtausenden von vergeblichen Versuchenist es ihm endlich gelungen , durch eine lange Reihe von Hinder-nissen und Irrlhiimern sich bis zu der flöhe zu erheben , auf wel-cher er die wahren Verhältnisse dieser \erwickelten Gegenständeübersehen , und ihre sonderbaren Erscheinungen auf die wahrenund einfachen Gesetze der Natur zurückfuhren konnte.

Es wird erlaubt seyn, schon jetzt die Erde mit unter den,um die Sonne sich bewegenden Planeten aufzuführen. Ztvar scheintdie Annahme der bewegten Erde einer anderen sehr bekanntenErscheinung zu widersprechen, nähmlich der oben betrachtetenjährlichen Bewegung der Sonne in einer beynahe kreisförmigenLinie, deren Mittelpuuct. die ruhende Erde ist. Allein es gehlmit dieser jährlichen Bewegung der Sonne, wie mit der nichtminder bekannten täglichen Bewegung dieses sowohl, als allerandern Gestirne des Himmels in einer der vorigen entgegenge-setzten Richtung. Beyde biethen offenbar dieselben Erscheinungendar, wenn die Gestirne selbst, wie es uns vorkömml , diese Be-wegungen um die ruhende Erde haben, oder wenn die Erdedieselbe Bewegung in der entgegengesetzten Richtung hat. Ebenso wird uns die Sonne die Bahn, welche sie jährlich um die ru-hende Erde zuriiekzuiegen scheint, auch dann noch zu beschrei-ben scheinen, wenn die Erde jährlich dieselbe Bahn um die ru-hende Sonne zurück legt, wie uns alle Gestirne täglich\on Ostnach West zu gehen scheinen werden, wenn sich die Erde täglichvon West nach Ost um ihre Axe dreht, ln den blossen äusserenErscheinungen dieser Bewegungen liegt nichts , was uns zu der