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Soweit das Referat. Ob es je gelingen wird das Dunkel dieferDifferenz zwifchen dem griechifchen Text u. den lateinifchen M. M. zulichten, fleht dahin. Gewifs ift nur, dafs für das Abendland der grieclii-fche Text, wenn er auch früher fchon herübergekommen wäre, nichtsbedeutete, fondern nur die lateinifchen Paraphrafen. Da ift denn derUnterfchied immerhin bemerkenswert, dafs wie oben nachgewiefen dieSchlufspartie von der Niederlegung der Krone auf das Kreuz, die dergriechifche und lateinifche Text gleichlautend bieten, fchon im 10. Jahr-hundert für das Abendland wirkfam geworden fein mufs, wärend folchecharakteriflifche Züge wie der vom Jonithus als viertem Sohne Noa’s vordem 12. Jahrhundert nicht zu belegen find. Da aber wird dergleichenauch fchon ausdrücklich als Methodiusfche Weisheit gerümt. Ob diefePartie von einem abendländifchen Fabulanten erfl herrürt, Gott weifs es.Wäre der Hauptinhalt des Vaticiniums nicht fo fpecififch Byzantinifchund ftünde nicht der Zufammenhang mit Methodius confessor im Wege(f. u.), fo läge die Vermutung nahe, dafs das Ganze ein abendländifchesProduct fei, da die fpätere morgenländifche Tradition ganz darüber zufchweigen fcheint. Dennoch ift daran nicht zu denken. Nur die eigent-liche Heimat der lateinifchen Texte ift gewifs im Abendlande zu fuchen,auch wenn die erfte lateinifche Ueberfetzung eine Beute aus dem Morgenlandegewefen wäre (f. u.). Immerhin ift es merkwürdig, dafs man in den vielenWeltchroniken, die alle von Adam anfangen und bald genug an FabelnUeberflufs aufweifen, vergeblich nach diefem Jonithus fucht. Gutfchmidhat das Verdienft zuerft darauf hingewiefen zu haben, dafs Matthäusvon Weftminfter den Methodius auch citiert; aber wenn er fagt, dafsdies „fehr häufig“ gefchehe (a. a. O. S. 617), fo ift es mir wenigftensnicht gelungen aüf den 900 Foliofeiten der Flores Hiftoriarum per Matth.Westmonasteriensem collecti (gefürt bis 1307) Londini 1573 ihn öfterals zweimal citiert zu finden, nämlich fol. 2 und fol. 176 des zweitenBuches (616 nach der Gefammtzahl). An der zweiten Stelle ift vonden Tartaren die Rede, die — bei Methodius Gog und Magog genannt —aus ihrem Gefängnis hervorgebrochen (f. u.). Am Anfang aber, obgleichda nur der Virginität der erften Menfchen erwänt wird, ift der Offen-barung des Märtyrers Methodius in feinem Gefängnis allerdings in einerForm gedacht, dafs man annemen follte, diefelbe fei eine Hauptquellefür alles Nachfolgende. Aber dafs bald genug darauf der Jonithusfehlt, machte mich zuerft ftutzen und veranlafste mich zu genauerer Durch-ficht. — Soweit meine allerdings unvollkommene Kenntnis der mittelalter-lichen Weltchroniken reicht, weifs ich diefen Jonithus nur bei Gotfrid vonViterbo und Petrus Comeftor, in fpäterer Zeit aber bei dem Weftphalen