Ob vor dem Kaifer felbft oder nicht, aufgefürt iflunfer Drama in diefen Tagen höchfter Bewegung der Ge-müter ücher worden. Vielleicht wars die Klolterkirche vonTegernfee, welche die Hauptcouliffe des Tempels im Ollenvertrat mit den Sitzen des Königs von Jerufalem und derSynagoge davor, und mit den Sitzen — es klingt wieWeiflagung fpäter Zeiten — der Weltmächte gegenüber.Und nicht nur der Glanz der Codüme, der kirchlichen wieder weltlichen, — denn jedem der lieben Machtvertreter Ichlofsfich ja lein Gefolge in entlprechendem Coflüm des Abend-und des Morgenlandes an —; nicht nur der lesquipedaleMarlchlchritt der Ichmuckreichen Gelandtlchalten und dermulikalilch-recitierende Vortrag, den die Verlammlung aulden Höhepunkten in choralilchen Hymnusgelängen aufnam;nicht nur die Ichnell belebt vorlchreitende und bis zuSchaugelechten und heil. Märtyrertum lieh lieigernde Hand-lung: — das Alles nicht nur; londer gewilslich obenanein vaterländilches Hochgelül, vereint mit dem tiefenErnlt der Nähe letzter Zeiten, hat die Zulchauer dabeibewegt und durchzittert, — auch die, welche von denohnehin lo mälligen lateinilchen Verlen nur ein lehr un-vollkommnes Verlländnis hatten. Es bleibt nur die eineFrage noch: — wer ifl der Verfaller?
V.
Der Verfasser des Dramas.
Unlre Handlchrilt lelbll dämmt zweifellos aus demKloder Tegernlee. Von dorther id lie in die MünchenerHol- und Staatsbibliothek gelangt, jetzt als Cod. lat. 19411verzeichnet. Zum Teil zwar wurde die Tegernfeer Bibliothek
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