Anmerkungen.
i) (S. 3.) Vgl. Ge. Voigt, die deutfche Kaiferfage in Ileinr.v. Sybel, hiftor. Zeitfchr. 1871. Bd. 26. S. 131 — 187. Diefer Auffatz,in dem zum erften Male feftgeftellt wird, dafs Friedrich II. und nichtBarbaroffa den beftimmenden Anknüpfungspunkt für die Sage von derWiederkehr des Kaifers bildet, vielmehr erft im 16. Jahrhundert undauch da nur vereinzelt die Erinnerung auf Friedrich I. zurückgreift,fchlug fo durch, dafs gleich die Jahrgänge derfelben Zeitschrift von 1874un d 76 nur noch beftätigende und ergänzende Artikel zu bringen wufsten.Moritz Brofch, ganz einverftanden mit dem Hauptrefultat, fucht nurdie Italienifchen Quellenberichte nach ihrer Tendenz noch klarer zuftellen, vgl. ebenda Bd. 35. S. 17 ff. (1876); nachdem vorher SiegmundRiezler (1874. Bd. 32. S. 63 ff.) die Unterfuchung nach Seite der indie Kaiferfage hineinfpielenden kirchlichen Traditionen ergänzt hatte,welche letztere fich unmittelbar mit den Fragen um unfer Drama be-riiren. Dem, was von Döllinger in diefer Hinficht fchon früher bei-gebracht war (f. u.), ift dabei von Riezler wesentlich Neues nichts hinzu-gefügt. — Gelegentlich fei hier nur daran erinnert, dafs die Erwartungder Wiederkehr eines Kaifers, gefteigert auch bis zu dem Verfuche einesEinfiedlers, die Rolle des Wiedererftandenen zu übernehmen, fchon nachHeinrichs V. Tode beobachtet wird. Die Prämonftratenfer Continuationzu Sigebert’s Chronikon enthält die Notiz zum J. 1138 vgl. auch W. v.Giefebrecht, Gefch. der deutschen Kaiferzeit. 4. A. 1877. III, 2.S. 981.
2) (S. 4.) Vgl. den meifterhaften Artikel von Max Büdingerüber Darftellungen der allgemeinen Gefchichte, insbesondre des Mittel-alters, in Sybel hift. Zeitfchr. VII. S. 108 ff., als Antrittsrede für dieord. Profeffur in Zürich gehalten 1861. Für die betr. Stelle vgl. S. 117u. 122; für unten: die Formvollendung im 17. u. 18. Jahrh., S. 129 ff.
3) Das clalf. Heldengedicht „Ligurinus“, das die „Gesta Fri-derici“ zur Vorlage und Quelle hat, wurde, bald auch im Mittelalter