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Werner Rolewinck nachzuweifen.- Um mit dem letzteren anzufangen(Piftorius-Struve a. a. O. 405), fo bewart der fasciculus temporum desehrlichen Weftphalen wenigstens fo viel Nüchternheit feine Berichtevon vornherein durch ein: „de quo Moyses tacet“ gefchichtlich zu ver-waren; aber als Erfinder der Aftronomie und Profetie kennt auch erdiefen „Jonichus,“ wie er ihn nennt, und charakteriftifch genug weifs er,wie er wol aus Petrus Comeftor hat, die Sehergabe deffelben dahin zudefinieren, dafs er „maxime de ortu et occafu quatuorum regnorum“ Auf-fchlufs gegeben habe. — Der unglückliche Fabulant Gotfrid vonYiterbo, der feinerfeits (f. ob.) die Methodiusweiffagung nirgend alsQuelle namhaft macht, hat am betreffenden Orte einen Jonitus de Noesemine mit denfelben Eigenfchaften als „aftrologus“ und Profeten(Piftor. Struve a. a. O. S. 64); aber daneben leiftet er’s, offenbar in einerNamensverwechfelung auch Seth, bei feiner Paradiefeswallfart für denkranken Vater Adam, nicht nur Hionthus zu nennen, fondern ebenfallsals „astrologus“ zu ehren (ebenda S. 242). Nur Petrus Comeftor, derauch fonft Methodius am häufigften anfürt, verfäumt nicht feine Quellefür den Noachiden Jonithus,- mit genauer Wiedergabe.alles deffen wasMethodius bietet und nicht .ohne diefelbe nähere Präcifierung, die nach-mals Rolewinck auch hat, -- ausdrücklich anzufüren; aber in den additt. 2am betreffenden Ort (Mign£ 198, 1089) überkommt ihn plötzlich fo vielgeschichtliche Nüchternheit, zu bemerken: „Forte non est vera Methodiiratio“ — vorausgefetzt freilich, dafs die additt. von Petrus C. felbft find,78) (S. 53 ) Die Sage, dafs Alexander, erfchreckt durch dengräulichen Anblick von Völkerfchaften, die er in der Gegend des Kas-pifchen Meeres angetroffen, Gott gebeten habe, diefelben innerhalb derdafigen Felsgebirge einzufchliefsen, gehört mit mehr oder minderer Aus-fchmückung zu den verbreitetften des Mittelalters Döllinger verweiftauf die Dichtung eines fyrifchen Jakobiten aus dem 6 Jahrhundert, wofie bereits vorkomme (Weiffagungglaube a a. O. S. 306). Ich bin leidernicht im Stande gewefen dies zu verificieren. Das Morgenland aber iftficher die Heimat diefer Sage, wie auch Juden und Araber von ihrwifsen. (Vgl Eifenmenger II. 747 f. 917. und Weil, Bibi Legend.S. 278 vgl. 275 und 181). Nur dafs bei den erfteren wol auch die zehnStämme in diefes Schickfal verwickelt erfcheinen: bei den Arabern aberdie Völker Jadjudj und Madjudj genannt werden. — Aber auch imAbendlande findet fich die Sage ziemlich früh,, jedenfalls fchon eher alsbei Adfo, und gehört zu den beliebteften. Schon in Fredegar’sChronicon (um 660 verfafst, Vgl. Wattenbach D. G. I, 85) findet fichdie Nachricht, dafs Herakli us in feiner Bedrängnis durch die Sarracenen