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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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zugleich an i. Cor. 15, 24, den ich finden konnte, fällt bereits in diezweite Hälfte des 12. Jahrhunderts und ift allgemein genug. Vgl. dieVerfe bei Gotfr. v. Viterbo (Piftorius a. a. O. S. 168):

mundus . . . conversus religiosus erit.

..... Denique pro Chrifto statuet dimittere Romamreligione bona deponet in urbe coronam

.Extunc terrigenis jam non erit ulla potestas.

Er beruft fich dafür auf Sibyllina scripta, und wer damit nicht zufriedenfei, habe die Apokalypfe und andere (!) Bücher zur Hand.

77) (S. 52.) Gleich die erften Specialunterfuchungen über denMethodiustext verwickeln in vorläufig unauflösbares Dunkel Dafsder lateinifche Text eine ausfiirlichere Einleitung bietet, wärend der griech.damit anfängt, dafs Adam und Eva noch im jungfräulichen Zuftande ausdem Paradiefe vertrieben worden feien, hat fchon Döllinger bemerkt.Was übrigens der Paraphraft über den Fall des Teufels und den erftendurch ihn veranlafsten Zwiefpalt auf Erden vorausfchickt., kann nicht vielAnfpruch auf Originalität machen. Der lateinifche Text bewärt auch durchdie capiteleinteilung, die dem griechifchen fehlt, die fpäter ordnendePland. Auf das dritte Capitel von der Vertreibung aus dem Paradiefefolgt fo dort ein viertes über die Erfindung der böfen Künfte, die fammtder Vermifchung der Kinder Seths und Kains mit c. V die Sintflut ver-anlafsen. Darauf beginnt c. VI vom Turmbau zu Babel mit der Notiz:natus est filius ' quartus Noe, secundum ipsius similitudinem et vocavitnomen ejus Jonithum. Auch Gutfchmid hat a. a. O nicht unter-laffen diefe Novität zu markieren; aber jedenfalls fchweigt er darüber,dafs der griechifche Text nur von Sem als von dem Sohne weifs, dernach Aenlichkeit Noas geboren worden, fich dann in Eliochora niederge-lallen und allerdings auch der Aftronomie befiifsen habe (vgl. Orthodoxo-grapha a. a. O. S. 93 mit S. 102.). Dafs Nimrod zu diefem fternkun-digen Sohne Noas gekommen, befagt auch der griechifche Text; aber derlateinifche Text formuliert dies näher dahin, dafs jener vir Gygas, derfelbft auch in multis eruditus a Deo gewefen von dem Jonithusconsili-um accepit, in quibus influentiis astrorum incipiendum esse ei re-gnare super terram. Später nachdem die technifch bevorzugtenSohne Japhets dem Jonithus eine Refidenz feines Namens erbaut, fetztdiefer dem Nemroth nochmals brieflich die Weltlage auseinander, wozuder Bruderkrieg zwifchen Sem auf der einen und Ham und Japhet aufder andern Seite den Anlafs bot Damit nämlich eröffnet fich, wie esfcheint, die Perfpective, dafs an die Stelle der Weltmonarchie vorläufigeiniger Particularismus Platz zu greifen angefangen.