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verknüpfte wunderbare Ruthwellkreuz, vgl. Fred. Hümmerich, Aeltellechriflliche Epik der Angelfachfen. Deutfeh v. Michelfen. Gütersloh 1874.S. 23. 32 ff. mit Beda a. a. O. IV c 24. — In Kynewulfs Chrifttritt fchon die Herrlichkeitserfcheinung bei der Wiederkunft in den Vor-dergrund vgl. Grein, Dichtungen der Angelfachfen I, 178 f. — Ueberdie Kreuze in den Kirchen vgl. de locis s.s. Mi. 94, 1180 f. — Dortauch, dafs Golgatha der Mittelpunkt der Erde. Auch der dürre Baum zuMamre war von' einer Kirche umgehen ib. 11S5. — Ueber ArcülfsMifsgefchick an der Englifchen Küfte vgl. S. 1190, und die Ausbeutungfeiner Berichte bei Beda a. a. O. hift. eccl. IV, 15.
76) (S. S 1 -) J- J' Wetflein, Nov. Ted. II, 167, 24, (aus Abar-banel) „Seculo resurrectionis non futuros amplius reges aut principesinter homines“ '.. . und (aus Pirke Elias.): „nonus rex est Messias; decimusDeus. — Tunc redibit regnum ad autorem suum.“ — Ich bemerke hiergleich, dafs die jtidifche Tradition überhaupt voll Anklänge an die Anti-chriflfage ift. Das Römerreich — „Duma“ oder dasgottlofe Edom — beflehtbis ans Ende; nur mit dem Unterfchied, dafs dasfelbe vom Meffias befiegtwird, der Israel ins heil. Land zurückfürt. Teilweis wird fogar der Anti-chrifl grade mit dem erden kleineren Meffias indentificiert, wie man dasAlles ausfürlich in Eifenmenger’s Entdecktem Judentume II, 703 ff.747 f. vgl. I, 840 nachlefen- kann. Aber alle Auctoritäten, die dort an-gefiirt werden, gehören ebenfo wie die oben bei Wetdein citierten erddem fpäteren Mittelalter, meid erd dem 15. Jahrhundert an. — Der all-gemeine Endfieg des Kreuzes, den Theodoret wörtlich I. Cor. 15, 24ausgefprochen findet, id flehende Lehre auch im Abendlande, und hie undda nimmt de (nach Matth. 24, 14) eine fpecidfchere Gedalt an. So inder verbreiteten Schriftanwendung: „dominus regnavit a ligno“(?).
Vgl. Rabanus M.: „ut in nationibus a ligno crucis dominum debeantdicere regnaturum“, wobei der intereffante Unterfchied zwifchen demParadiefesbaum und dem Kreuze vorkommt: „ilud perduxit ad inferos,istud mittit ad coelos“ (!) Mign£ CXI, 359. Paschasius Radbertusin Matth, fiirt Ps. 71, 8 (Herrfchaft von einem Meere bis zum andern)als fliitzendes Argument an; aber den eigentlichen Incidenzpunkt bildetdie 1 Erfcheinung des Kreuzes am Himmel als Zeichen des Menfchenfohnes„tunc praedicanda est crux in ecclesia, erigenda ob triumphum Christi.“(Bibi. P. P. max XIV, 643 vgl. 637). Vgl. daffelbe bei AnselmLaudunensis (Mi. 162, 1453): „signum filii hominis — vexillum fideitriumphantis“. — Andererfeits auch directe Anknüpfung an Golgatha. Vgl.Drogo Ilostiensis (Sermones. Bibi. P. P. max. XXI, 333 ) : >d n ca ^"variae loco vexillum crucis erigitur“. Der einzige directere Anklang