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werden mit der Niederlegung der Krone; denn an fich ift durch jenesvielmehr Befitzergreifung und Geltendmachung des Gerichtsftandes bedeutetflatt Abdication. Bei der Erwartung der Mohamedaner zu Friedrich’s I.Zeiten wird die Bekehrung druch die Taufe ausdrücklich unterfchiedenvon der Flucht unter den dürren Baum als Act letzter Verzweiflung, umden kaiferlichen Schutz anzuflehen an der letzten Gerichtsflätte der Welt.Von fpeciellem Intereffe für unferen Zeitpunkt find die betreffenden Angabenbei Petrus Comeflor (tumn8o)Hiftoria scholaft. (Migne 198, 1093). DerBaum hat nach ihm bis zu Theodofius Zeiten geftanden. Was jetzt nochvorhanden— „licet arida, tamen medicinalis“ -- fei aus derfelben Wurzel.Seine Heiligkeit beruhe nidht blos auf den Nähebeziehungen zu Abrahamüberhaupt, fondern wie Jofephus berichte, habe Abraham unter diefemBaume die Verheifsung der Weltherrfchaft empfangen. — Da-neben vergleiche man über die Verknüpfung der Sage mit Adams Grabin monte Jebus; Mofes Bar-Cepha, Syri Episcopi, commentarii deparadiso Bibi. P. P. max. XVII, 462 ff. Das Kreuzesholz wird dabei nurfymbolifch als arbor vitae bezeichnet (491); aber viele ältere Auctoritätenfinden fich dort für die Charakteriftik des Paradiefesbaumes citiert (464).— Die rein fpiritualiftischeDeutung ift auch fonfl im Orient verbreitet, vgl.Pantaleon um 850 (Bibi. P. P. max. XII, 747 ff.) und Sophronius,Patriach von Jerufalem, ebenda fol. 212 ff. — Dagegen wird im Abendlandeüberall die Verpflanzung des Kreuzesholzes realiftifch gefafst. SchonBeda handelt von den vier Holzarten, aus denen das Kreuz zufammen-gefetzt ift — freilich in der Schrift zweifelhafter Abkunft — „Excerptionespatrum“; Mignd 94, 555. — Die breite Ansfiirung bei Gotfrid vonViterbo — namentlich die hervorragende Rolle, welche die Königin vonSaba dort fpielt (P. XIV b. Piftor. Struve S. 242 f.), ift bekannt. Selbftvon den dreiffig Silberlingen, um die Judas den Herrn verkauft, gilt dortfür gewifs, dafs fie fchön unter Ninus geprägt und feitdem geheimnisvollbewart find. — Am fchärfften mufste fich in der Arabifchen Sage dieKreuzesfage von dem Hebronbaum fcheiden. Der Kreuzeshafs ift dortfo ausgeprägt, dafs bekanntlich der Sohn Mirjams Jefus, den ja auchjene in ihrer Art hoch halten, durch eine Vertaufchüng vor der Kreuzi-gung bewart gedacht wurde; wärend der „dürre Baum“ durch denPropheten felbft geheiligt erfcheint; denn diefer macht ihn wieder erblühennur dadurch, dafs er an ihm ruht. Natürlich ift damit nicht grade dervon Hebron gemeint; aber dort ift der Mutterfitz der Sage zu fuchen;denn auch den Sarracenen galt der Hebronbaum für heilig; wie wenig-Itens die Sage von dem Stabe Mofis, als aus Paradiefesholz flammend,warfcheinlich. durch jüdifche Vermittlung (Midrafch fol. 53 f.), auch bei
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