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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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Waitz darin bei, dafs die Sibylle an die Eroberung Roms durch Hein-rich IV. anknüpft.

9) (S. 9.) Man mtifste denn Zeugen wie Jocundus über dieWunder des heil. Servatius von Maftricht herbeiziehen, der von demRömifchen Reiche wie von etwas fchlechthin Fremden fpricht; dafüraber auch Karl d. Gr. und Karl Martell bereits nicht mehr zu unter-fcheiden weifs. Wattenbach II, 123 ff. Vgl. über Widukind ebendaI, 243 ff.; über Sächf. Weife der Gefchichtfchreibung überhaupt II,3°. 178.

10) (S. 10) Vgl. Lupoid v. Bebenburg (Bifchof v. Bamberg), dejuribus regni et imperii bei: Siegmund Riezler, die literar. Widerfacherder Päpfte zur Zeit Ludwigs des Baiern. Leipzig 1874. S. 180 ff. 189.

11) (S. 11.) Die einfchlagenden Fragen behandelt Otto v Fr. inc. 6 feines Chronicon. Vgl. Pertz M. G. S. S XX, 236 ff. Andreftatuierten, entwickelt Otto, ein Deutfehes Reich nach dem Fränkifchenwie P. Leo Otto I. als erflen deutfehen Kaifer begrüfst habe.Michiautem videtur regnum Teutonicorum, quod modo Romam habere cer-nitur, partem esse regni Francorum. Als Beweis gilt: 1) dieUnterfcheidung eines orientale et occidentale regnum Fr.; 2) wie die Ka-rolinger den Merowingern fubftituiert worden und doch Reichscontinuitäterhalten fei, fo gebe es jetzt, wo den Karolingern die Sachfen gefolgt,auch noch daffelbe fränk. Reich. Es feien eben nurTeutoniciFranci. In dem fteten Wechfel der Reiche verrät fich ihm überhauptnur die miseria humana. S. 239 kommt er auf die LombardifchenKaifer nach päpftlicher Zälung.Exhinc regnum Romanorum postFrancos et Longobardos ad Teutonicos, vel, ut aliis videtur rursumad Francos, unde quodammodo elapsum fuerat, translatum est. Dafsdas auch Ottos eigne Anficht ift, ergibt der neue Vergleich des Affyrifch-Babylon. und Medo-Perf. Reiches, wonach er fortfärt:sic et illud itemduobus tantum Graecorum et Francorum subjacere debere volunt.Nam caeteros hujus sicut et illius a diversis gentibus (!) incursuseclypsin potius eorum quam mutationem fuisse dixerunt. Aufwelche einzelne Auctoritäten Otto dabei anfpielt,. habe ich nirgends ge-funden. Vielmehr ift es wol als Zeitmeinung anzufehen, der er fich an-fchliefst..Seit Theodofius, heifst es S. 248, gebe es mehr nur nocheine Gefchichte der Kirche, und diefe in einer Mifchung, die nur Gottauseinander fclieiden könne. Als beherrfchende Grundanfchaunng hatO. v. Fr. die Auguftins über die beiden civitates an die Spitze geftellt.Dabei hält er zwar fett an der Weltdauer des Römifchen Reiches, wobeier fich auch auf Methodius beruft (f. u.). Aber die vielen Ueber-