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wieder in Vergeffenheit geraten, zuerft von dem Humaniften Celtes wiederentdeckt und durch ein eignes Lobgedicht verherrlicht. Von 1507—i8i2_ift der Ligurinus dann noch neunmal bearbeitet und herausgegeben, aberbisher noch keine Handfchrift dafür aufgefunden worden. Im J. 1737wurde das Gedicht zuerft von Senkenberg für eine Fälfchung erklärt,eine Anficht, die trotz einzelner Protefte, u. A. auch von WilhelmGrimm im Gegenfatz zu feinem Bruder Jakob, bis 1870 die herrfchendeblieb. Auf Waitz's Anregung hat A. Pannenborg (Forfchungen z.jjDeutfchen Gefchichte XI, 163 ff.) im J. 1871 die Echtheit durch forg- 1 /fältigfte Detailunterfuchung erwiefen. Vgl. auch Wattenbach, Deutfch-lands Gefchichtsquellen. 3. A. Berlin 1873. U. S. 201 ff., wo fich auchder Nachweis über Gafton de Paris findet.
4) (S. 6.) „Der Kaifertraum des Mittelalters in feinen rel. Motiven,“Vortrag in Stuttgart am 3. Jan. 1877 gehalten von Prof. Dr. G. v. Zezfch-witz, Leipzig 1877. Vgl. J. v. Döllinger, „der Weiffagungsglaube unddas Prophetentum in der chriftl. Zeit“ in: Riehl, hiftor. Tafchenbuch.Leipzig 1871. S. 257 ff.
5) (S. 7.) Vgl. Riezler in Sybel’s Zeitfchr. Bd. 32. S. 71 f.:„man gewahrt, dafs es (das Drama) theilweife genau nach dem Receptdiefer Kirchenväter gearbeitet ift.“
6) (S. 8.) Vgl. mit dem Anm. 4 angefürten Auffatz im hift.Tafchenbuch S. 303 ff.: v. Döllinger, Chriftentum u. Kirche Beilage I.
S. 436.
7) Alfr. v. Gutfchmid über F. C. Movers, die Phönizier. II.
3 (S. 307) in Fleckeifen, Jahrbb. f. claff. Philol. III. (1857) S. 616 f:„Es mufs nach den erften Einfällen der Araber in Gallien^ aber vor demUntergange der Ommajaden, alfo in der erften Hälfte des 8. Jahrhundertsabgefafst fein: diefe Beftimmung hat fich mir aus der Lectüre der Re-velationen ergeben.“ . . . Wenn dabei der erfte Teil zur „Probe“ dienenfoll, „wie trefflich der Heilige über das kleinfte Detail uralter Zeitenunterrichtet ift,“ fo verweife ich auf meinen (c. III.) Verfuch, das einheit-liche Intereffe des Ganzen zu erhärten.
8) A. Ufinger (in Kiel —f)j „ Eine Sibylle des Mittelalters“ in:Forfchungen zur deutfchen Gefchichte X, 621 ff. Vgl. ebenda XI, 147 ff.:„Noch einmal die Sibylle des Mittelalters.“ Auf die erftere Abhandlungdurch den Abdruck des Textes in Pertz Mon. Germ, aufmerkfam ge-worden, flirte mich mehr ein Zufall auf die zweite in Bd. XI, wo Gut-fchmids Artikel citiert wird. Bezüglich Waitz’s Urteil vgl. GöttingerG. A. 1870. S. 1685. Auch Wattenbach a. a. O. II, 160 ftimmt