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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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tragungen haben es nach feiner Meinung gefchwächt und verunreinigt.Das Reich ift den Weg der Sonne vom Aufgang zum Untergang ge-gangen II S. 1 17 f. Die Chronik ift zwifchen 1143 und 46 verfafst.Als er fie 1156 dem Kaifer fendet, erklärt er feine trübe Anfchauungaus frühem Reichszuftänden und bekennt von nun an Befferes zu er-warten. Seine Anfchauung von des Reiches Herkunft aber ändert fichnicht. In den Papftftreitigkeiten bleibt er unentfchieden; doch erklärter an feinem Ort die Rückkehr zur alten Armut für die Kirche für dasBelfere. S. 194. Vgl. Wattenbach D. G. II, 190 ff.

Gotfrid v. Viterbo (fnachiiqo). In feinem Pantheon variierter auch hier wie an vielen Orten nur den Ausdruck Ottos, dem erfclavifch folgt. Vgl. bei Migne, der freilich nur die fpäteren BB. hat,weshalb wir für die früheren unten Piftorius-Struve citieren, Patrol. s.lat. 198. 954 ff.:Otho postea imperium R. reduxit ad Francos, quodjam a Longobardis fuerat usurpatum und fpäter(958): ,,Ego autem tuncimperium a Francis non dico aliquando fuisse ablatum, sed eclypsimpassum, quamdiu tot et tam diversi invasores imperium confuse tenuerunt(I) das letztere mit offenbarem Misverftand der Meinung Ottos.Waitz und Dümmler flehen noch für Italienifche Abkunft Gotfridsein, die Heinr. Ulmann in feiner Differtation über G. v. V., Göttingen1863. zu verteidigen fucht. Die Gegengründe fcheinen mächtiger, vgl.Wattenbach a. a. O. II, 204 ff.

Ekkehard (t 1125) fagt in feinem Chronicon universale nur zumJ. 800: dafs das Kaifertum von den Griechen auf diereges immo impe-ratores Francorum übergegangen fei und beklagt dann fpäter zum J. 1116den inneren Zerfall Deutfchlands wegen des unverbefferlichenfuror Teu-tonicus. Pertz M. G. S. S. VIII. S. 169 und S. 252.

12) (S. 11.) Wattenbach a. a. O. II, 342. Vgl für Gerhoh v.Reichersberg, der kein Bedenken trägt, das Mufler des byzantinifchen Plofesgegen den abendländifchen Kaiferanfpruch anzurufen, der allen Streit derFürflen veranlafst habe. Desfelben Opp. inedita cur. Frid. ScheibelsbergerLips. 1875. Tom. I, 176 f.

13) (S. 13.) Für die Ausfürung im Text genügt der Hinweis aufGiefebrechts Kaiferzeit.

14) (S. 14.) Wattenb. a. a. O. II, 200.

15) Wattenb. II, 316. Daneben vgl. im fogen. AuctariumAffligemense zu Sigeberts Chronikon. Mign6 P. s. lat. 160, 290:Frid. pius et justus ab omnibus appellatus et secundus post Carol. M.justicia et pietate habitus est. Erft im 15. und 16. Jahrh. ftimmt fichdas Urteil wieder im Allgemeinen günftiger; vgl. z. B. des Weftphalen

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