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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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nur nach den Anfangsworten citiert, wie nach längft ver-trauten Stichworten. Dann braucht man gewifs weiter keinZeugnis, fondern bei richtiger Auffaffung der Verhältniffeergibt fleh daraus vielmehr der Tatfachenbeweis, dafsunfer Drama in dem nächtlfolgenden Jahrhunderte noch be-kannt genug war, um es wie an Stich Worten kenntlich be-nutzt zu fehen. Diefer Beweis aber ift für uns von derhöchften Bedeutung. Wenn einerfeits die Nachrichten beiGerhöh den Eindruck erwecken konnten, dafs unfer Dramafchon Anfang des 12. oder gar noch im u. Jahrhundertenttlanden fei eine mit feinem Inhalt in unlösbare Con-flicte verletzende Anname: fo fehlte andererfeits bisherjeder Beleg, dafs dasfelbe in jüngeren Zeiten als etwa indem 15. Jahrhundert bekannt war. Und die Belege aus dieferZeit auch waren jedenfalls nicht unbedingt ficher (S. 104).Danach könnte unfre Anname, dafs unfer Drama ver-fchieden von den Gerholi bekannten Antichriflfpielen alseine neue, den letzten Jahren der Regierung Friedrich Barba-roffas entflammte Schöpfung anzufehen fei, wie eine reinwillkürliche Behauptung erfcheinen. Da bietet grade das Be-nedietbeurer Weihnachtfpiel den unzweifelhaften Beweisdafür, dafs unfer Drama, deffen Vorhandenfein vor GerhohsZeit in gerechten Zweifel gezogen werden durfte, im 13.Jahrhundert eine fo vertraute Erfcheinung war, dafs manes in angegebener Weife citieren konnte.

Vielleicht liegen noch andere Zeugniffe feiner Bekannt-fchaft um diefelbe Zeit vor, namentlich bei Heinrich vonHeffen (f. ob.); aber foviel inhaltlich Gleiches fleh da nach-weifen läfst, fehlen immerhin dort gleich ausdrückliche Be-weife für die Beziehung darauf, wie fie im BenedictbeurerWeihnachtsfpiele tatfächlich gegeben find. Dann darf bisneue Quellen aufgefunden find, als vorläufig fefttlehendesRefultat gelten, dafs alles Recht vorliegt, unfer Drama alseine vor Gerhoh nicht ficher nachzuweifende, dagegen im