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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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früheflens dem 13. Jahrhundert an. Schon diefe Tatfachekonnte ernfle Bedenken gegen die Priorität diefes Weih-nachtfpieles erwecken. Aber die Einüchtname diefer Hand-fchrift vergewifsert über eine zweite wichtige Tatfache,die fich allerdings weder aus dem Abdruck bei Du Merilnoch felbft aus der Originalausgabe durch Schmeller ab-nemen läfst. Die Partie nämlich, in der fich diefes Weih-nachtsfpiel in auffallender Weife mit dem Antichriftfpielberürt, ift gar kein integrierender Teil des letzteren, fondernim Manufcript, wenn nicht fogar durch andere Hand, jeden-falls durch einen anderweit ausgefüllten Abfatz von zweihalben Seiten, als blofer Anhang gekennzeichnet. An fichhätte freilich fchon der grundverfchiedene Charakter desInhalts und der Darftellung dies vermuten laffen können;wie Wilken auch Aenliches gelegentlich äufsert. Dafs indiefem Anhänge die Benutzung apokryphifcher Fabeln, wievom Umflurz der Götzenbilder in Egypten fich häuft, würdenach dem, was oben bemerkt ift (S. 100), nichts beweifen.Um fo mehr konnte die Ideenverwirrung, die darin herrfchtund Du Meril fchon zu den verzweifelften Conjecturen ver-fuchte , zur Lehre dienen. Um ein felbftändiges Urteil überdiefe für unfer Drama entfcheidend wichtige Frage zu er-möglichen, ift am Schluffe auch für einen neuen Abdruckdiefes Anhanges des Benedictbeurer Spieles Sorge ge-tragen, wie wir den Einzelnachweis für die Abhängigkeit desletzteren von unferm Drama in die Anmerkungen ver-werten ui4 ).

Hier genügt es die Tatfache zu verzeichnen: nicht nurdafs diefelben Figuren, die in unfrem Drama in rationellgeordneter Weife und Zufammenhang auftreten, dort wieDii ex machina ohne Sinn und Yerftand erfcheinen unddennoch teilweis wörtlich dasfelbe zu fagen haben, wie imAntichriftfpiel: wir finden vielmehr vollftändige Ge-fänge aus unfrem Drama in dem Benedictbeurer Manufcript

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