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dort feine Weltherrfchaft concentrieren werde. Aber auchfür den ganzen dramatifchen Aufbau erfcheint Jerufalem alsCentrum. Dort laufen alle bisher eröffneten Richtungsliniender Entwicklung zufammen: erfl der heidnifche Gegenfatzin Vertretung des Königs von Babylon, dann der erfolgreicheKreuzzug des Kaifers, endlich, die Anmafsung der Weltherr-fchaft durch den Antichriflen. Wie in der Anordnung derScene fchon der Tempel von Jerufalem im Ollen den alt-kirchlich geheiligten Vorort einnimmt, fo für die Handlungfelbft den Punkt und Schauplatz der entfcheidenden Ver-wicklung wie der ' endlichen Löfung. Andererfeits aber er-möglicht die fpecielle Liebhaberei des Antichriflen, demJudentume, entfprechend der Reihenfolge im Prologe, nun imzweiten Hauptteile infofern die entfcheidende Rolle zuzu-weifen, als der Abfall des jüdifchen Volkes ebenfo denwichtigften Machterfolg des Antichriflen bezeichnet als derJuden nachmalige Bekehrung den Sturz des Antichriflen un-mittelbar vorbereitet. Als Unterfchied von dem Eingreifendes Heidentums im erflen Hauptteil wird dabei nur dieMittelftellung des Judentums geiftvoll dahin verwertet, dafsdas letztere nun beide Rollen zugleich in üch vereinigt: dieden Antichriflfieg zu krönen, und dann die andere durchfeine Bekehrung den Eintritt der Synthefe zu ermöglichen.Das Heidentum dagegen vertritt auch in diefem Acte dieRolle reiner Antithefe und fürt fie dahin durch, dafs es demMonotheismus als antichriftifchen fogut widerfleht, wie vor-her dem chriftlichen; freilich nur um beide Male zu erfarenund zu bewären, dafs es ficli felbft fchlechthin überlebt hat.Die hervorragende Rolle bleibt im zweiten Hauptact alleindem Judentum als zweiter Religionsmacht. War das Allesvielleicht dem Verfaffer nicht gleich bewufst, fo gefchiehtdamit der Genialität der Gefammtanlage keinerlei Abbruch.Originale Schöpfungen grade vollziehen fich in höherer Un-bewufstheit.