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licher Klarheit. Man könnte tagen: gefchichtlich menfch-licher Naturtland, die Antithefe des Gefetzes mit feinerheil. Forderung als Correctiv und Mittelglied, endlich diegottmenfchliche Vollendung im Chriftentume, folgen einandernach principieller Ordnung. Aber dem Verfaßter genügtoffenbar der Gedanke, dafs die drei grofsen religiöfen Welt-factoren gefchichtlich in derfelben Reihenfolge nach einanderin der Welt aufgetreten find, in ihrem Fortbeftehen nebeneinander aber Kampf bedeuten, fortgefetzten Kampf, bis derEndfriede der höheren Gotteswelt nach der letzten Zu-fammenfaffung des Gegenfatzes im Antichriflentume anbricht.
Wieder darf dabei bemerkt werden, dafs wenn der Ver-faßter ein eitler Kleinmeifter wäre, er nicht unterlaffenhaben würde, den Antichriften durch feine Herkunft, fei esmit Babylon, fei es mit den Juden, als Abkömmling vomStamme Dan, nahe zu verknüpfen. Reiche Fundgruben fürtheologifche Excurfe waren dafür zur Hand. Aber dieHandlung, die mit dem Auftreten des Antichrifles, felbft imVersausdrucke, etwas rapides und überrafchendes annimmt,läfst nicht Zeit zu folchen Erörterungen. Mit Recht be-handelt auch der Verfaßter den Antichriften als einen fchlecht-hin felbftändig auftretenden Gegner der Endzeit, ausfchliefs-lich angetrieben von dem Impuls der Selbflgeltendmachungwider alle bisherigen Mächte der Welt, die religiöfen obenan.Dennoch bleibt die mit dem Vorfpiel eingeleitete Anlageunvergeffen.
Wie die Kirche zuletzt auf den Schauplatz tritt, fo be-hauptet auch fie vorerft allein das Feld, Dank der durchge-fürten Weltherrfchaft des Römifchen Kaifers, zu deffenGefolge fie felbft mehr gehört, als es am Anfang fcheinenkönnte, da der Kaifer zunächst nur im Geleite der Kircheauftritt — und zwar zur Linken, wärend der pater apoftol.zur Rechten geht. Aber wie der Pap ft trotzdem fchlechthindie Rolle eines Statiftem fpielt (S. 30), so tritt nach Seite