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Kaifertumes; ja man mufs geliehen mit einer Confequenzin dem Endcharakter diefer Entwicklung, bei der ebenfoeine gewiffe Decenz und Befcheidung in der menfchlichenVertretung diefer hohen Miffion nicht zu verkennen, alsandererfeits damit, dafs die Kaiferkrone mit dem Kreuz aufGolgatha zum Himmel entrückt wird, die höchfle Ehren-anerkennung für das Kaifertum noch in der jenfeitigen Weltzugleich ausgefprochen ift. Das Abendland hat Gott Lobvon vielen Fehlern des Byzantinismus fich freier erhalten;aber fobald das abendländifche Kaifertum mit dem Anfpruchdas Römifche fortzufetzen die Idee der Weltherrfchaft, zu-gleich als durchgefürte Oberherrlichkeit über die Kirche,erneuerte, griff es unzweifelhaft direct auf Byzantinifch-Conflantinifche Vorflellungen zurück, und — ob fremd ver-mittelt oder in der eignen Ideenentwicklung erzeugt —: dasift dann wefentlich gleich. Sobald erfl diefelben Höhenzieleins Auge gefafst waren, mufste es auch letztlich zu dem-felben Gedankenausdruck kommen. In diefem Falle wurdeauch der Ausdruck, wie wir nachgewiefen zu haben glauben,direct von Byzanz her vermittelt. Was jene Sibyllinen davonprofitierten, blieb immerhin mehr auf der Stufe der Ahnungund des Inftinctes flehen; wärend andererfeits ein Adfo infeiner Zeit davon nur den Gebrauch einer fchmuckvollenVollendung hergebrachter theologifch-kirchlicher Anfchau-ungen zu machen wufste, die zu den fränkifch-nationalenExiflenzbedingungen fchlecht genug pafsten; aber dennochauch von Deutfchen noch unter ganz veränderter Situationnachgebetet wurden (S. 18 f.). Die Situation war wirklicheine total andere geworden. Nicht nur dafs das Kaifertuman die kräftigere deutfche Nation übergegangen war: fondernfo glänzend wie von Otto I. und mit fo bewufstem Anfpruchwie von Heinrich III. war es bereits gehandhabt, als es fichnach tiefer Erniedrigung mit Friedrich Barbaroffa zu einerfeit Carl d. Gr. nicht wieder gefehenen charaktervollen Ver-
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