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eine Art Proteus oder Collectivbegriff des Mittelalters er-fcheinen laßen. — Endlich find auch die Randbemerkungenin griechifcher Sprache zu beachten, die neben demOriginaltext des Methodius felbft in den Orthodoxographaauftreten und nur aus directem Zufammenhang mit derFriedrichfage des Abendlandes im 14. Jahrhundert erklärbarfcheinen. Es genügt einen Satz herauszuheben: „Das iftder der.kommen wird nach Rom (si> gwf.nj), ein-
zudringen in eine Gegend Longibardon, der foll fchlagendas Tier, das auf dem Schatze fitzt, mit der Peitfche“ l27 ,'.Anlafs für diefe Randbemerkung bildet die Stelle im Texte,dafs der Kaifer ev nsßlq) ysgaLtov Vordringen werde. Dementfprechend heifst es weiter am Rand: „Auch er wird Krieganfangen in der Ebene Gerfino, den die Menfchen als einenTodten wänten.“ — Im Texte würde dies feinen Anhaltan der früheren Schilderung von dem Könige haben, dergleichfam plötzlich aus dem Schlafe erwacht. Im Zufammen-hange dagegen der Randbemerkungen unter fich ift die An-fpielung auf Friedrich II. kaum zu verkennen, — mit demrätfelhaften Zufatz: „als trüge er die beiden Geldftücke
hineinzuwerfen in den Sack“ 128 ). — Es ift unfre Sachenicht, auszumachen, ob dies und die obige Andeutung vom„Sack, auf dem der Mann mit der Peitfche fitzt“, eine An-fpielung auf die damalige Form des Peterspfennigs ift; aberallerdings entflammte die Habfucht Roms obenan die Ge-müter in jener Zeit. Jedenfalls weifen die Randbemerkungenauf das Eingreifen der Methodiusweiffagung in die politifcheVerwertung der Kaiferfage feit Friedrich II. hin und findvon einem, der wenig genug vom Griechifchen verftand,hinzugefetzt. Dann wird aber auch die Möglichkeit vonInterpolationen in dem bisher durch Manufcripte nicht con-trolierbaren Texte zugeftanden werden müffen. Hierauf würdeeine philologifch-kritifche Unterfuchung der Quellen zuerftihr Augenmerk zu richten haben.