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Moment neben dem dürren Baum, für den Hebron dieOriginalflätte ift. Beweis dafür ift nicht nur, dafs man denKaifer das Kreuz, das ja Symbol der ihm eigenen Chriften-herrfchaft war, felbft erft ins heil. Land mitbringen läfst;fondern obenan der felbftändige Urfprung der bei Methodiusvorliegenden Traditionsform; wie denn beide Sagenrichtungenauch fo differente Wege verfolgen, dafs man die vom dürrenBaum fogar in der arabifchen Sage wiederfindet und Mo-hamed, der ausgeprägte Kreuzesfeind, jenen ebenfo wiederdurch blofe Berürung blühen macht, wie der Kaifer, wenner feinen Schild an ihn hängt 7 '■).
In der Kaiferfage beflimmt die Idee der Kreuzesherr-fchaft für fich, ohne jede Rückficht auf die Paradiefesabkunftdes Holzes. Merkwürdiger Weife zeigt das Abendland eben-foviel und andauernd Intereffe für diefe poetifchere Seite unddie mannigfaltigen Schickfale des Paradiefesholzes, als dasMorgenland für das Verhältnis der himmlifchen Kreuzes-erfcheinungen zu dem Kreuz auf Golgatha. Die Gefchicht-fchreibung weift ja Beides in Conflantins, des erften chrift-lichen Kaifers, Leben vereinigt auf. Eine himmlifche Er-fcheinung legitimiert die beginnende Weltherrfchaft desChriftentums, und damit der bleibende irdifche Reflex nichtfehle und eine änlich hohe Legitimation feinerfeits aufweife,findet fich eben unter Conflantins Regierung das aus Feind-fchaft von den Juden vergrabene veritable Kreuz wieder, andem Chriftus einft geftorben war. An feinen Wunder-wirkungen gelingt es, das Kreuz des Heilandes von denbeiden andern Kreuzen zu unterfcheiden, die fammt denNägeln, Alles zufammen, auf der Kaiferin Helene Nach-forfchung hin wieder zu Tage kommen. Das Abendlandift diefer Sagen fo froh wie das Morgenland, und im ein-zelnen Falle wird die Pragmatik der Vorgänge dort gradefo naiv dargelegt, dafs man Conftantin mit feiner Muttervorher über den Reifezweck fich verftändigen läfst 7:) ). Aber