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verbunden, bald das Eine bald das Andere mehr betont. Solieht als allgemeine Anfchauung der Weltlieg des Kreuzesam Ende feit: auch die Juden find dabei in der abend-ländifchen Tradition nie vergeffen. Ihre Bekehrung aberwird meill erft der Wirkfamkeit der wiedererftandenen Pro-feten Henoch und Elias zugefchrieben. Das Auftreten derletzteren und ihr Kampf mit dem Antichriften, mehr oderminder im Detail ausgefürt, ift längft fefUlehende Lehre.Selbft für die Detailfchilderung des letzten Römifchen Kaifersfindet fich Vorbildliches. Nur die freiwillige und feierlicheUebergabe des Reiches tritt neu und, wie es fcheint, ganzunvermittelt bei Adfo auf. — Man kann auch nicht fagen,dafs diefe Vorftellung der altpraeformierten Idee der- „dis-cessio“ (S. 36) ganz entfpräche. Abfall der Provinzen wardafür die urfprüngliche Deutung. In unfrem Drama dage-gen gilt unzweifelhaft die Abdankung felblt als „discessio“ u.als beklagenswerter Anlafs des antichriftlichen Auftretens.Viel markierter tritt daher das Stichwort dafür ein als beiAdfo felblt. Inzwifchen war allerdings längft fchon dieexegetifche Tradition in diefem Punkte flüffiger geworden.Die fpäter darin gefundene Trilogie von Reichs-, Kirchen-und Glaubensverfall, auf die ich in m. Stuttgarter Vor-trag verwiefen, fieng frühe an, in allerlei Einzelmomenten fichvorzubereiten. Aber auch dabei fehlt jede Spur, diefe Auf-löfung des Reiches und aller Dinge aus einer freiwilligenAbdication erklären zu wollen 04 ).
Rein als ideelle Confequenz liefse es fich wol begreifen.Die Römifche Kaifermacht als chriltliche erfchien wieein von Chrifto dem Himmelskönige ceffionsweife gewärtesfpecielles Privilegium. So zu fagen in Stellvertretung Chriftiregierten die Römifchen Kaifer, bis — fo lag es dann inder Confequenz der Sache —: bis fie ihre Weltmiffionerfüllt und den Sieg des Kreuzes in der Welt allfeitig ver-mittelt hatten, Stand es feil, dafs diefe ihre Miffion fich