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allgemein bekannte Quelle, den fogen. Elucidarius zurück-weift, der nur das herkömmliche theologifche Material fürdie Lehre vom Antichriften überfichtlich zufammenftellt 4 4 ).Welche Zufälligkeiten man auch bei den einzelnen Autorenwaltend denken kann, immerhin verfchärft fich bei der mög-lichen Wal der Quellen das Urteil über die deutfchenDichter, die unter fo veränderten Zeitverhältniffen doch nocheinfeitig der altfranzöfifchen Tradition folgen können. Jeden-falls aber klärt fich zugleich letztlich das Urteil über diefelbftändige Geiftesrichtung, mit der unfer Drama bei gleicherQuellenvorlage nicht nur alles ungehörige Material auszu-fcheiden und ftreng auf das für feinen Zweck und die Ein-heit der dramatifchen Entwickelung nötige Mafs fich zu be-fchränken weifs, fondern vor Allem eine grade entgegen-gefetzte Auffaffung der politifchen Mächte und Machtver-hältniffe bewärt. Dergleichen läfst fich unmöglich wie eineblofe Subftituierung andrer Namen bei übrigens ausfchliefslichherrfchendem Traditionsgeifte erklären.
Um fo auffallender aber könnte es dann erfcheinen, dafsbei einem Kaiferdrama, für das Barbaroffa’s Zeit und Re-gierung die Farben herleiht, der Papflgegenfatz felbft garnicht reflectiert. Allerdings glaube ich, dafs die Rolle despater apoftolicus in unfrem Drama auch zu den lichtgebendenMomenten für die Abfaffungszeit der Dichtung gehört —:wenn dort derfelbe, fchlechthin im Gefolge des Kaifers er-fcheinend, auch da aus feinem Schweigen nicht heraustritt, alsdie Chriftenheit zu ihm flüchtet, nachdem der Kaifer aus demheiligen Lande nicht mehr zurückkehrt, refp. die Chriftenheitfortan feines Harken Schutzes entbehren mufs. Das find con-cret hiftorifche Züge. Im 13. Jahrhundert, in das unferDrama herabzufetzen neuerdings Wilken einige Neigungzeigt, wäre dergleichen freilich kaum denkbar 42 ). AenlicheVorausfetzungen mufsten wol auch Jubinal vorfchweben,wenn er die Anficht aufftellt, der Papft fei felbft der Anti-