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Hildegard, Brigitta, Villanova u. A.; vor Allem aber auchfelbfländige Schilderungsmomente der Antichriflerfcheinung,welche intereffantelle Beriirungen mit unfrem Drama fpeciellenthalten 38 ). Davon unten. Es bedarf keines weiteren Ap-parates. Auch über die Quelle der im 13. Jahrhundert fchonbekannten Weiffagung kann niemand zweifeln, der die füruns fo bedeutfamen Sibyllen und Adfo’s draftifche Schil-derung des letzten franzöfifchen Weltfiegers kennt (f. u.). —Auf diefelbe Quelle alfo weift diefer fpätere fanatifche Appellan ein franzöfifches Kaifertum zurück, aus der dem all-gemeinen Stoffe nach unfer Drama fo gut wie die Gedichtevom Antichriften im 12. und 13. Jahrhundert fich ableiten.Zu der relativen Harmlofigkeit, mit der Adfo dergleichenzu feiner Zeit entwickeln und einer älteren Sibylle entnehmenkonnte, tritt dann die Tatfache in grellen Gegenfatz, dafsDeutfche in fanatifch päpftlicher Gefinnung diefelben Waffendirect gegen das heimifche Kaifertum kehren und folcheWeiffagungen, wenn auch urfprünglich fremden Urfprungs, mitVorliebe wieder auftifchen können. Anders als über Adfofelbft flellt fich schon das Urteil über die deutfchen Dichter,die im 12. und 13. Jahrhunderte noch die Zukunft desKaifertums nach Adfo’s Faffung verkünden. Zwar von ab-fichtlicher Antithefe ift auch bei ihnen keine Spur. DasGedicht aus dem 13. Jahrhundert erweift fich als eine reineVerfificierung des felbft fchon fo abhängigen Tractates desAlbwinus 39 ). Das andere aus dem 12. Jahrhundert häuftStoff aller Art, bei dem die Adfo’fche Sammlung nur diebeflimmenden Anhaltspunkte bietet 40 ). Aber dabei darfzunächft nicht überfehen werden, dafs daneben noch einedritte Traditionsform beftand, grade durch eine edelfte undältefte deutfche Dichtung vertreten und in der herrlichenOriginalform erft wieder von Di einer der grofsen Dichter-Mutter Ava vindiciert —: eine Richtung, welche alle poli-tifchen Bezüge vermeidend auf eine zweite, damals fchon