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wufster auf,Italien ganz vom Reiche zu trennen; JohannXXII.dachte darauf, es mit dem Imperium felbfL in FrankreichsHände zu geben. Jedenfalls aber galt es, die ImmunitätFrankreichs vom Reiche principiell. fchützen. So kam esnun zu völliger Umkehr jener anderen Theorie. Der Papft,fo hiefs es nun, fei zwar für feine Perfon nicht Herr allerChriften; aber wol kraft göttlicher Verleihungsrechte derHerr über das Imperium; wärend Frankreich neben diefemlängft durch Verjärungsrecht einen felbftändigen Staat bilde.Diefe Ausname machte auch Megenberg nur die Ver-einigung feiner Kaifertheorie mit der ihm eigenen llrengpäpftlichen Gefmnung möglich 31 ).
Das war der gefchichtliche Hintergrund für die phan-taftifcheren Formen jenes Weiffagungskampfes'*), zu denennicht minder die Politik griff, als der Fanatismus fich damalsdazu ekftafierte. Schon im 13. Jahrhundert müffen diefeWeiffagungen eine ähnliche Form getragen haben, als dieift, in der wir fie am Ende des 14. Jahrhunderts Heinrichde Haffia in Perfon eines gewiffen Telesphorus oder Theo-loforus bekämpfen fehen. In dem letzteren Stadium tretennur nähere Zeitbeftimmungen und Schilderungen über den„von den Schwaben“ erwälten Kaifer Friedrich III., derals antichriftl. Feind der Kirche wiederkehren follte, dazu;fein Name felbft aber und befonders der franzöfifche KönigCarl — „ecce quod adulationem sonat !“ bemerkt Heinrichd. H. dazu —, dem der papa verus auxiliabitur, ift als zuerwartender Weltmonarch der Endzeit und Reformator derKirche eine auch fchon Jordanus v. Osnabrück bekannteFigur. Diefer fertigt nur das. „vulgare vaticinium“ feinerZeit damit ab, dafs ihm glauben möge wer abergläubifchgenug fei. In Heinrichs von vaterländifchem Pathos durch-hauchter Gegenfchrift findet man eine ganze Sammlung jenerZeitweiffagungen und Auslegungen der Apokalypfe: unbe-kanntefte Autoren neben den bekannten Namen Merlin,