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Vom römischen Kaisertum deutscher Nation : ein mittelalterliches Drama ; nebst Untersuchungen über die byzantinischen Quellen der deutschen Kaisersage
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reichlich heim in der abfchätzigen Würdigung der Hohen-flaufen. Bricht der Annaliila Saxo nach Mitte des

12. Jahrhunderts fein Gefchichtswerk fchon mit ficht-licher Verflimmung über die Kaiferwal Conrads 17 ) ab, foentwickelten andererfeits die Säclilifchen Gefchichtsfchreibernur feit der Wal Lothars wieder einen neuen Eifer. Selbfteine dort bearbeitete Auslegung der Apokalypfe zeigt dengleich einfeitigen Standpunkt 18 ). Der einflufsreichfte Säch-fifche Gefchichtfchreiber des 13. Jahrhunderts aber, Jor-danus v. Osnabrück, formuliert diefen Gegenfatz erfl ganzbeflimmt. Die Menge der Handfchriften, aus denen Waitzfeine bewundernswerte kritifche Ausgabe diefes Gefchicht-fchreibers hergeflellt liat 1!) ), ift Zeugnis genug für Ver-breitung und Einflufs destractatus magistri Jordani de pre-rogativa Ro'mani imperii. Sein Auge war Rudolf v. Habs-burg als der neu aufgehenden Reichsfonne zugewendet. Seinefpecififch deutfche Gefmnung aber bewärt er nicht nurdurch manche nicht unfeine Bemerkungen über den Unter-fchied der franzöfifchen Nationalität, fondern fpeciell durcheine ganz neue Formulierung 20 ) der alten Sage von derPriamidenabkunft der Germanen, die er freilich auch ftofflichmit dem Anfpruch einer ganz neuen Erfindung vorträgt.Für das Kaifertum auch fleht er jedenfalls entfchloffen eingegen das Papfttum, wie es fich immer mit der Ueber-reichung feiner Schrift durch den Cardinal Jacobus v. Co-lonna verhalten haben möge 2 '). Uns intereffiert hier nurwie die gröfste Epoche deutfcher Kaifervergangenheit vondiefem bedeutendften Sächfifchen Gefchichtfchreiber des

13. Jahrhunderts behandelt wird. Ein deutfches Kaifertum,erklärt er, habe es unter Friedrich Barbaroffa gar nicht ge-geben; fondern nur ein Alemannifches. Ob Friedrich I.fich die Gunft. feiner Waler erbettelt oder erkauft, ob diefeihn feiner Tugenden oder feiner Fehler wegen erwält hätten,wiffe er nicht. Nur das fei gewifs, dafs die Ivaifer von da