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Oberon.
75 .
In einen sanften Schlaf verlor sich wonniglichDer sel'ge Traum. Und mit dem Tage fandenSie beide, Arm in Arm, wie neu geboren, sichAuf einer Bank von Moos. Zu ihrer Seite standenIm leicht umschattenden Gebüsch,
Reich aufgeschmückt, vier wunderschöne Pferde,
Und ringsum lag ein schimmerndes GemischVon Waffen, Schmuck und Kleidern auf der Erde.
76 .
Herr Hüon, dem das Herz von Freude übcrfloß,
Weckt seinen Alten ans; Amande
Sucht ihren Sohn, der noch ans Fatmcns Schooß
Sanft schlummernd lag. Sie sehn sich um. Wie groß
Ist ihr Erstaunen! — Herr, in welchem Lande
Glaubt ihr zu sein? ruft Scherasmin entzückt
Dem Ritter zu — Kommt, seht von diesem Stande
Nach Westen hin, und sagt, was ihr erblickt!
77 .
Der Ritter schaut hinaus, und traut
Dem Anblick kaum. — Er, der so viel erfahren,
Und dessen Augen so gewöhnt an Wunder waren,Glaubt kaum was er mit offnen Augen schaut.
Es ist die Sein', an deren Bord sie stehen!
Es ist Paris, was sie verbreitet vor sich sehen!
Er reibt sich Ang' und Stirn, schaut immer wieder hin,Und ruft: Jst's möglich, daß ich schon am Ziele bin?