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Oberon.
9 .
Der zweite Morgen war dem sehnlichen VerlangenDer Haremskönigin nnn endlich aufgegangen;Goldlockig,. schön und rosenathmend stiegEr, wie der Herold, ans, der ihr den schönsten SiegVerkündigte: schon säuselt durch die Myrten,
Die, dicht verwebt, der Grotten schönste gürten,
Ein leichter Morgenwind, und tausendstimmig schalltDer Vögel frühes Chor im nah gelegnen Wald.
10 .
Doch um die Grotte her ist unterm MyrtenlaubeIn ew'ger Dämmerung das Heiligthum der Ruh.Hier girret nur die sanfte TurteltaubeDem Tauber ihre Sehnsucht zu.
In diesen lieblichen Gebüschen,
Dem dunkeln Sitz verborgner Einsamkeit,
Pflegt öfters sich zur stillen Morgen zeitAlmansaris mit Baden zu erfrischen.
11 .
Der anmuthsvolle Morgen rief
Den schönen Hassan auf, indeß noch alles schlief,
Die Blumenkörbe voll zu pflücken,
Die er an jedem Tag dem Harem zuzuschickenVerbunden war: als ihm ein Sklav' entgegen lief,Und keichend ihm befahl, die Grotte aufzuschmücken.Der Neger fügt, zur Eil' ihn anzuspornen, bei,Daß eine Dame dort zu baden Willens sei.