Die Würde ohne Stolz, die edle Sicherheit,
Die anstandvolle, unverstellteGleichgültigkeit und ungezwungne Kälte,
Womit sie ihn, der hier befehlen kann, so weitBon sich zu halten weiß, daß er, wie sehr er brennet,
Ihr kaum durch einen stummen BlickZn klagen wagt, — dieß alles sieht und nennetAlmansaris der Buhlknnst Meisterstück.
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Gewohnt, des Sultans Herz nach ihrer Lust zu drehen,
Zu herrschen über ihn, im Harem unbeschränktZu herrschen, könnte sie den Zepter nngekränktBon dieser Fremden aus der Hand sich spielen sehen?Zwar leiht sie ihrem Haß ein lächelndes Gesicht,
Und thut als zweifle sie an Zoradinen nicht;
Doch überall ist's in des Harems MauernVerborgner Augen voll, die all ihr Thun belauern.
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Allein, seitdem des schonen Gärtners Reiz
Mit Amors schärfstem Pfeil ihr stolzes Herz durchdrungen,
Hat Lustbegier die Eifersucht verschlungen.
Ihr Ehrgeiz weicht nun einem süßern Geiz,
Dem Geiz nach seinem Kuß. Ihn wieder zu besiegenIst nun ihr einz'ger Stolz. Mag doch die ganze WeltZu Zoradinens Füßen liegen,
Wenn Sie nur den sie liebt in ihren Arnien hält.