Druckschrift 
Oberon
Entstehung
Seite
266
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Drei Tage hatte min das Ucbel schon gewährt,

Und war, durch Zwang und Widerstand genährt,

Mit jeder Nacht, mit jedem Morgen schlimmerGeworden. Denn, sobald der AbendschimmerDie bunten Fenster malt, verläßt sie ihre Zimmer,

Und streicht, nach Nymphcn-Art, mit halb cntbnndnem Haar,Durch alle Gartcngäng' und Felder, wo nur immerDen Neffen Ibrahims zu finden möglich war.

22 .

Allein, vergebens lauscht' ihr Blick, vergebens pochteIhr Busen Ungeduld: der schöne Gärtner ließSich nicht mehr sehn, was auch die Ursach' heißen mochte.Unglückliche Almansaris!

Dein Stolz erliegt. Wozu dich selbst noch ärger quälen,(Denkt sie) und was dich nagt Nadinen, die gewißEs lange merkt, ans Eigensinn verhehlen?

Verheimlichung heilt keinen Schlangenbiß.

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Sie wähnt, sie suche Trost an einer Freundin Busen;Doch was sie nöthig hat ist eine Schmeichlerin.)

In dieser Hofkunst war Nadinc Meisterin.

Der Saft von allen Pompclmusen

In Afrika erfrischte nicht so gut

Der wollnstathmenden Sultanin gährend Blut,

Als dieser Freundin Rath und zärtliches Bemühen,

Den Mann, den sie begehrt, bald in ihr Netz zu ziehen.