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Oberon
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241
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Zehnter Gesang.

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3 .

Amande hatte ihn, im Ringen mit den SöhnenDes Raubes, unvermerkt vom Finger abgestreift.

Die Elfenkönigin, indem sie ihn ergreift,

Erkennt den Talisman, dem alle Geister fröhnen.

Bald, ruft sie freudig, ist das Maaß des Schicksals voll!Bald werden wieder dich die Sterne mir versöhnen,Geliebter! Dieser Ring verband uns einst; er sollZnm zweiten Mal zu meinem Herrn dich krönen!

4 .

Inzwischen hatte man im Schiff, mit großer Müh,Amanden, die in Ohnmacht lag, ins LebenZurück gerufen. Kaum begonnte sieDie schweren Angen trostlos zu erheben;

So fiel vor ihr der Hauptmann auf die Knie,

Und bat sie, sich dem Gram nicht länger zu ergeben:

Dein Glück ist's, sprach er, bloß, wovon ich Werkzeug bin;In wenig Tagen bist du unsre Königin.

5 .

Besorge nichts von uns, wir sind nur dich zu schützenUnd dir zu dienen da: dich, Schönste, zu besitzenIst nur Almausor Werth, der dir au Reizen gleicht.

Er wird beim ersten Blick in deinen Fesseln liegen;

Und, glaube meinem Wort, du wirst ihn mit VergnügenZu deinen Füßen sehn. Der Hanptmann spricht's und reicht(Um allen Argwohn, den sie hegen mag, zu stillen)

Ein reiches Tuch ihr dar, sich ganz darein zu hüllen.

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