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Oberon
Entstehung
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217
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Achter Gesang.

217

78 .

Sie hört den stillen Ruf wie leise hörtEin Mutterherz! und folgt ihm nnbclehrt.

Mit einer Lust, die, wenn sie neiden könnten,

Die Engel, die auf sie herunter sahn,

Die Engel selbst Leneidenswürdig nennten,

Legt sie an ihre Brust den holden Säugling an.

Sie leitet den Instinkt, und läßt nun an den FreudenDes zartsten Mitgefühls ihr Herz vollauf sich weiden.

79 .

Indessen hat im ganzen Hain umher

Ihr Hüon sie gesucht, zwei ängstlich lange Stunden,

Und, da er nirgends sic gefunden,

Führt ihn zuletzt sein irrer Fuß hieher.

Er nähert sich der unzugangbarn Grotte;

Nichts hält ihn auf, er kommt o welch ein Augenblick!Und sieht das holde Weib, mit einem LiebesgotteAn ihrer Brust, vertieft, verschlungen in ihr Glück.

80 .

Ihr, denen die Natur, Leim Eingang in dieß Leben,

Den überschwenglichen Ersatz

Für alles andre Glück, den unvcrlicrbarn Schatz,

Den alles Gold der Anreng-Zeben

Nicht kaufen kann, das beste in der-Welt

WaS sie zu geben hat, und was ins bess're Leben

Euch folgt, ein fühlend Herz und reinen Sinn gegeben,

Blickt hin und schaut Der hcil'ge Vorhang fällt!