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Oberon.
9.
Und hört nicht ans ihm sein Erstaunen zu bezeigen,Wie einem, der sich nicht zwei Flügel angeschraubt,
Es möglich war die Felsen zu ersteigen,
Wo, dreißig Jahre schon, er sich so einsam glaubtAls wie in seinem Grab. „Es ist ein wahres Zeichen,Daß euch ein guter Engel schützt;
Allein, setzt er hinzu, das nöthigstc ist itztDem jungen Weib die Hand des Trosts zu reichen.
10.
„Ein sichrer Pfad, wiewohl so gut versteckt,
Daß ohne mich ihn niemand leicht entdeckt,
Soll in der Hälfte Zeit, die du herauf zu dringenGebrauchtest, dich zu ihr, zurück euch beide bringen.
Was meine Hütte, was mein kleines ParadiesZu eurer Nothdurft hat, ist herzlich euch erboten.
Glaubt, auch auf Heidekraut schmeckt Ruh der Unschuld süß,Und reiner fließt das Blut Lei Kohl und magern Schoten."
II.
Herr Hüon dankt dem gütigen alten Mann,
Der seinen Stab ergreift ihm selbst den Weg zu zeigen;Und, daß der Rückweg ihn nicht irre machen kann,Bezeichnet er den Pfad mit frischen Tannenzweigen.
Noch eh' ins Abendmeer die gvldne Sonne sinkt,
Hat den erseufzten Berg Amanda schon erstiegen,
Wo sie mit durstigen weit ausgehohlten ZügenDen milden Strom des reinsten Himmels trinkt.