Der Pfad auf dem er hergekommenWird, wie durch Zauberei, aus seinem Aug' entrückt!Lang' irrt er suchend um, von stummer Angst beklommen,Bis durchs Gesträuch, das aus den Spalten nickt,
Sich eine Oefsnung zeigt, die (wie er bald befindet)
Der Anfang ist von einem schmalen Gang,
Der durch den Felsen sich uni eine Spindel windet,
Fast senkrecht, mehr als hundert Stufen lang.
4 .
Kaum hat er athemlos den letzten Tritt erstiegen,
So stellt ein Paradies sich seinen Augen dar:
Und vor ihm steht ein Mann von edeln ernsten Zügen,Mit langem weißem Bart und silberweißem Haar.
Ein breiter Gürtel schließt des braunen Rockes Falten,Und an dem Gürtel hängt ein langer Rosenkranz.
Bei diesem Ansehn war's, an solchem Orte, ganzNatürlich, ihn sogleich für was er war zu halten.
5 .
Doch Hüon — schwach vor Hunger, und erstarrtVor Müdigkeit, und nun, in diesen wilden Höhen,
Wo er so lang' umsonst ans Menschenanblick harrt,
Und von der Felsen Stirn, die ringsum vor ihm stehen,Uralte Tannen nur ans ihn herunter wehen,
Ans einmal überrascht von einem weißen Bart —Glaubt wirklich ein Gesicht zu sehen,
Und sinkt zur Erde hin vor seiner Gegenwart.