Siebenter Gesang.
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Amanben eine Last von Sorgen zu ersparen,
Verbirgt er ihr das ärgste der Gefahren,
In die er sich, zu ihrer beider Heil,
Begeben will. Sie selbst trägt ihren Theil
Von Leiden still. Sie sprachen nichts beim Scheiden,
Als, lebe Wohl! so voll gepreßt war beidenDas Herz; doch zeigt sein Ang' ihr eine Zuversicht,
Die wie ein Sonnenstrahl durch ihren Kummer bricht.
97 .
Da steht er nun am Fuß der anfgebirgtcn Zacken!
Sie liegen vor ihm da wie Trümmern einer Welt:
Ein Chaos ausgebrannter Schlacken,
In die ein Feuerberg zuletzt zusammen fällt,
Mit Felsen untermischt, die, tausendfach gebrochen,
In wilder ungeheurer Pracht,
Bald tief bis ins Gebiet der alten finstern NachtHerunter dränn, bald in die Wolken pochen.
98 .
Hier bahnet nur Verzweiflung einen Weg!
Oft muß er Felsen an sich mit den Händen winden,
Oft, zwischen schwindlig tiefen Schlünden,
Macht er, den Gemsen gleich, die Klippen sich zum Steg;Bald auf dem schmälsten Pfad verrammeln FelsenstückeIhm Weg und Licht, er muß, so müd' er ist, zurücke;Bald wehrt allein ein Strauch, den mit zerriss'ner HandEr fallend noch ergreift, den Sturz von einer Wand.