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Oberon
Entstehung
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171
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Siebenter Gesang.

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42 .

Der schimmerreichstc Saal, mit Königspracht geschmückt,Hat nicht den Reiz von dieser wilden GrotteFür Rezia und er, an ihre Brust gedrückt,

Fühlt sich unsterblich, wird zum GotteIn ihrem Arm. Das halb verfaulte Moos,

Worauf sie ruhn, däucht sie das reichste Bette,

Und duftet lieblicher, als wenn Schasmin und Ros'

Und Lilienduft es eingebalsamt hätte.

43 .

O daß er enden muß, so gern das Herz ihn nährt,

Der süße Wahn! Zwar unbemerkt sind ihnen

Zwei Stunden schon entschlüpft: doch, die Natur begehrt

Nun andre Kost. Wer wird sie hier bedienen?

Unwirthbar, unbewohnt ist dieser dürre Strand,

Nichts das den Hunger täuscht wird um und um gefunden;Und ach! ergrimmt zog Oberon die HandVon ihnen ab der Becher ist verschwunden!

44 .

Mit unermüdetcm Fuß besteigt der junge MannDie Klippen rings umher, und schaut so weit er kann:Ein schreckliches Gemisch von Felsen und von KlüftenBegegnet seinem Blick, wohin er thränend blinkt.

Da lockt kein saftig Grün aus blumenvollen Triften,

Da ist kein Baum, der ihm mit goldnen Früchten winkt!Kaum daß noch Heidekraut und dünne BrombeerheckenUnd Disteln hier und da den kahlen Grund verstecken.