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Oberon
Entstehung
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Oberon.

63 .

Was nun zu thun, den Schlüssel zu bekommen,

Den stets im Unterkleid der Alte bei sich führt?

Der wird beim Schlafengchn ganz sachte weggcnommen,Und, während daß der Mann sein Ave psalmodirt,

In Wachs gedrückt, sodann am nächsten MorgenDer Abdruck unvermerkt in Walters Hand gespielt,

Und ein Postscript dazu, das ihm den Baum empfiehlt;Das übrige wird Walter schon besorgen.

64 .

Nun, was geschah? Es war ein schöner warmer TagZu End' Augusts, als unfern blinden AltenDie Sonne lockt, wie er zuweilen pflag,

Die Mittagsruh im Myrtenrnnd zu halten.

Komm, meine Taube, spricht zu seinem andern IchDer graue Tauber, komm, mein Röschen, führe michZu jenem stillen Grund, wo, seit er uns verbunden,Der Gott der. Eh' so oft uns Arm in Arm gefunden.

65 .

Rosette winkt, und Walter schleicht voran;

Die Gartenthür wird leise aufgethanUnd wieder zugemacht; dann geht es an ein FliegenDem Brunnen zu; der Birnbaum wird erstiegen,Und, wo der breitste Ast sich sanft gebogen krümmt,Des Weibchens Thron im dichtsten Laub bestimmt.Der Alte kommt indeß, mit ungewissen Tritten,

An seines Röschens Arm allmälich angeschritten.