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Oberon
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95
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Fünfter Gesang.

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s.

Du schweigst? du seufzest? Ach! zu wohl nur, gute Amme,Versteh' ich was dein Schweigen mir verhehlt!

Du hoffest nichts für meine Flamme!

Ich selbst, ich hoffe nur weil bessrer Trost mir fehlt.

Die Stunde naht; schon klirren meine Ketten,

Und mein Verderben ist gewiß;

Ein Wunder nur, o Fatme, kann mich retten,

Ein Wunder nur! wo nicht, so kann es dieß!"

10 .

Bei diesem Worte zieht mit fenr'gcm BlickeSie ans dem Busen einen Dolch hervor.

Siehst du? Dieß macht mir Muth! dieß hebt mich so empor!Mit diesem hoff' ich alles vom Geschicke!"

Die Amme schwankt an ihren Stuhl zurücke,

Wird leichenblaß, und zittert wie ein Rohr.

Ach! ist dieß alles, so erbarme

Sich Gott! ruft sie, und weint und ringt die Arme.

II.

Das Fräulein drückt die Hand ihr auf den Mund:Still, spricht sie, fasse dich! und steckt in ihren BusenDen Dolch zurück. Du weißt, im weiten ErdenrundIst nichts mir so verhaßt, als dieser Fürst der Drusen.Eh' der mich haben soll, eh' soll ein gift'gcr MolchIn meine Brust die scharfen Zähne schlagen!

Kommt mein Geliebter nicht, den Raub ihm abzujagen,Was bleibt mir übrig als mein Dolch?