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Oberon
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Ober on.

33 .

Herr Hüon, als er sie gar ehrbar aufgehoben,

Erwiedert ihren Dank mit aller HöflichkeitDer guten alten Ritterszeit,

Die zwar so fein, wie unsre, nicht gewoben,

Doch desto derber war, und besser Farbe hielt.

Des Ritters große Pflicht war Jungfraun zu beschützen,Und, wenn sein Herz sich gleich nnangemuthet fühlt,

Auf jeden Ruf sein Blut für jede zu verspritzen.

40 .

Die Dame hatte noch nicht Zeit und Ruh genugGehabt, den jungen Mann genauer zu erwägen;

Itzt, da sie ihn erbat die Waffen abzulegen,

Itzt hätte sie sich gleich mehr Augen wünschen mögenAls Junons Pfau in seinem Schweife trug,

So sehr däucht ihr der Ritter, Zug für Zug,

Von Kopf zu Fuß, au Bildung und Geberden,

An Großhcit und an Reiz, der erste Mann auf Erden.

41 .

Nicht, daß sie just mit jemand ihn verglich,Der zwischen ihm und ihrem Herzen stünde:Ganz arglos überließ sie ihren Augen sich,Und bloßes Sehn ist freilich keine Sünde.Kein Skrupel störte sie in dieser Augenlust,So sanft spielt noch um ihre junge BrustDer süße Trug; denn was sie sicher machteWar, daß ihr Herz nicht an Alexis dachte.