Dritter Gesang.
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12 .
Bei Gott, Herr Ritter, (spricht, indem er zu ihm hinkt,Der Cedernprinz) ihr seid ein scharfer Stecher!
Doch Basta! eure Hand! Kommt, weil der Abend winkt,Zum brüderlichen Mahl und zum Versöhnungsbecher.
Herr Hüon nimmt den Antrag dankbar an:
Drei Stunden flogen weg mit Trinken und mit Scherzen;Und, wie die Ritter ihn so schön und höflich sahn,
Verziehn sie ihm ihr Nippcnweh von Herzen.
13 .
Itzt, spricht er, liebe Herrn und Freunde, da ich euchWas mein war ehrlich abgewonnen,
Itzt, sollt ihr wissen, geht's geraden Weges gleichDem Riesen zu. Ich war's vorhin gesonnen,
Und thu' es nun mit desto größrer Lust,
Weil einem Biedermann ein Dienst damit geschiehst.Drauf dankt er, daß sie sich so viel mit ihm bemühet,Und drückt der Reihe nach sie all' an seine Brust.
14 .
Und als sie ihm zur Burg des ungeschlachten NiesenDurch einen Föhrenwald den nächsten Weg gewiesen,
Entläßt er sie, mit der Versicherung,
Sie sollten bald von ihrer Dame hören.
Lebt wohl, ihr Herrn! „ViclGlücks!" Und nun im vollen SprungZum Wald hinaus. Kaum röthete die FöhrenDie Morgensonn', als ihm im blachen FeldEin ungeheurer Thurm sich vor die Augen stellt.