Zweiter Gesang.
29
3 .
Die Söhne der Wüste, magnetisch angezogen
Von Hüons Helm, der ihnen im Sonnenglanz
Entgegen blitzt, als war' er ganz
Karfunkel und Rubin, sie kommen mit Pfeil und Bogen,
Den Säbel gezückt, in Sturm heran geflogen.
Ein Mann zu Fuß, ein Mann zu PferdScheint ihnen kaum des Angriffs Werth;
Allein sie fanden sich betrogen.
4 .
Der junge Held, bedeckt mit seinem Schild,
Sprengt unter sie, und wirft mit seinem SperreDen, der ihr Führer schien, so kräftig von der Mähre,Daß ihm ein blutiger Strom aus Mund und Nase quillt.Nun stürzen alle zumal, des Hauptmanns Fall zu rächen,Auf seinen Sieger zu, mit Hauen und mit Stechen;
Allein von Scherasmin, der ihm den Rücken deckt,
Wird auf den ersten Schlag ein Pocher hingestreckt;
5 .
-'And auf den andern Troß arbeitet unser RitterSo unverdrossen los, daß bald ein Zweiter und DritterDen Sattel räumt. Auf jeden frischen ZugFliegt hier ein Kopf, und dort ein Arm, den SäbelNoch in der Faust. Nicht minder kräftig schlugDer Alte zu mit seinem schweren Hebel.
Zu ihrem Mahom schrein die Heiden fluchend auf,
Und wer noch fliehen kann, der flieht in vollem Lauf.