Erster Gesang.
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60 .
Der Stolze sinkt zu seines Gegners Füßen,
Und Hüon, mit gezücktem Schwert,
Dringt ans ihn ein. Entlade dein Gewissen,
Ruft er, wenn noch das Leben einen WerthIn deinen Augen hat. Gesteh' cs auf der Stelle —Bandit, schreit Amory, indem er alle KraftZum letzten Stoß mit Grimm zusammen rasst,Nimm dieß und folge mir zur Hölle!
61 .
Zum Glücke streift der Stoß, mit ungewisser HandVom Boden auf geführt, durch eine schnelle Wendung,
Die Hüon macht, unschädlich nur den Rand
Des linken Arms; allein, mein Ritter, in der Blendung
Des ersten Zorns, vergißt, daß Hohenblat,
Um öffentlich vor Karin die Wahrheit kund zu machen,Noch etwas Athen: nöthig hat,
Und stößt sein breites Schwert ihm wüthend in den Nachen.
62 .
Der Frevler speit in Wellen rother Fluth
Die schwarze Seele ans. Der Sieger steht, entsündigt
Und rein gewaschen in seines Klägers Blut,
Vor allen Augen da. Des Herolds Ruf verkündigtEs laut dem Volk. Ein Helles IubelgeschreiSchallt an die Wolken. Die Ritter eilen herbei,
Das Blut zu stillen, das an des Panzers SeitenHerab ihm quillt, und ihn zum Kaiser zu begleiten.