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Die Zeit des französischen Ueberg^gchtxs
gresse anheim, der im Jahre 1728 in Soissons eröffnet wurde und andem fast alle europäischen Mächte, auch die größeren deutschen Fürsten,mit Ausnahme des Königs von Preußen, sich bethciligtcn. Indessenbrachte die Königin von Spanien eine Veränderung der Parteistellunghervor, da die Aussicht auf die spanisch-östrcichische Heirath sich nichtverwirklichen zu wollen schien und sie ihrem Sohne die zugcdachten ita-lienischen Fürstenthümer besser durch Anschlicßen an die bisherigenGegner des Kaisers sichern zu können glaubte. Sie machte daher imJahre 1729 zu Sevilla einen Vertrag mit Frankreich und England, derschon an sich für den Kaiser verletzend war, denselben aber ganz be-sonders durch die Bestimmung herausforderte, daß zur Wahrung derihrem Sohne in Italien eingeräumten Ansprüche sogleich ein spanischesHeer die festen Plätze der fraglichen Gebiete besetzen solle. In ihrerUngeduld konnte sie die Hülfe der neuen Verbündeten nicht erwarten.Walpole aber, der auch unter Georgs I. Sohne Georg II. (1727—60)an der Spitze der englischen Negierung geblieben war, brachte ausEifersucht gegen den europäischen Einfluß des Cardinals Flcnrp eineAnnäherung Englands an Oestreich zuwege, um Frankreich nicht dieEhre einer Entscheidung in Angelegenheiten Italiens zu lassen. Erverschaffte dem Kaiser nicht bloß von Seiten Englands, sondern auchvon Seiten der setzt in den Angelegenheiten Enropa's allmälig zur Un-bedeutendheit hcrabsinkenden Niederlande die Gewährleistung der prag-matischen Sanction und erhielt dagegen dessen Einwilligung in die vonSpanien begehrte Unternehmung in Italien, sowie die Aufhebung derHandelsgesellschaft von Ostende. Der Vertrag, der deßhalb im Jahre1731 zu Wien abgeschlossen wurde, brachte ungeachtet der Abneigung,die König Friedrich Wilhelm gegen Georg II. hatte, keine Störungin dessen freundschaftliches Verhältnis' zu dem Kaiser. Spanien abertrat dem Vertrage bei, und Elisabeths Sohn Karl kam wirklich in Be-sitz des durch den Tod seines letzten Herzogs noch in diesem Jahre er-ledigten Herzogthums Parma und Piacenza.
34. Noch immer war die Reihe der Bewegungen, zu welchen dieKönigin Elisabeth den Anstoß gegeben, nicht zu Ende, da das in ItalienErworbene ihr nicht genügte und sie ihrem Hause ferneren Zuwachs anMacht auf Kosten Oestreichs zu verschaffen wünschte. Hierzu zeigtesich auch eine Gelegenheit, als im Osten Enropa's die Erledigungeines Thrones einen Kampf hervorrief, in welchem Oestreich durchFrankreich beschäftigt wurde und Spanien unter dem Vorwände einerTheilnahme an Frankreichs Bemühungen in Italien gegen Oestreichvorschreitcn konnte. Das polnische Reich, gewöhnlich in Uebercinstim-mung mit seinen Verhältnissen die polnische Republik genannt, hattesich, da im Jahre 1733 König August gestorben war, einen neuen König