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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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684
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684 Sieg des Protestantismus in England und in Schweden.

ihm, wenn man es auch anders wollte, der entschiedenste Einfluß aufdie Negierung nicht entgehen, und es begann von dem Augenblicke an,da er aus einem Manne von der Partei der Königin ein Mann desStaates geworden war, eine neue Zeit für Frankreich. Wie einstXimenez Spanien in Abwesenheit, so regierte Richelieu Frankreich unterden Augen seines Herrn. Ihn zeichnete, wie jenen, Talent und Fleißaus, sowie folgerichtiges, beharrliches Handeln nach reiflicher Erwägung.Beider Thätigkeit hatte Erhöhung und Befestigung der königlichen Machtzum Ziele und Ergebnisse. An mächtiger Wirkung übcrtrifft die Thä-tigkeit des französischen die des spanischen Staatsmannes, da seine Handdie Geschicke Europa's lenkte. Doch überwiegt bei ihm die Rücksichtauf den klug berechneten nächsten Vortheil der französischen Krone der-maßen jeden andern Zweck, daß der Fürst der Kirche in den französischenStaatsmann anfgeht. In seinem eignen Leben verläugnet er nicht denPriester, aber während bei Ximenez die dein Priesterthum entsprechendeGesinnung die ganze staatsmännische Thätigkeit durchdrungen hat, siehtman bei Richelieu den priesterlichen Charakter nicht auf das staatlicheWalten übertragen, und während Ximenez dadurch, daß er von der Weltnichts verlangt und nichts bedarf, mächtig und unüberwindlich ist, ist esRichelieu dadurch, daß er in dem Gebrauche ihrer Mittel und derAusübung ihrer Künste die Meisterschaft besitzt.

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Sieg des Protestantismus in England und in Schweden.

1. Der Schutz, welchen die Königin Elisabeth dem Protestantismusaußerhalb Englands gewährte und durch welchen sie dem Könige Phi-lipp II. als dem Vorkämpfer der katholischen Sache gegenübcrstand,war verbunden mit einem abermaligen Siege des Protestantismus inEngland, der dort den Kampf der Religionen zur Entscheidung brachte.Wäre die Meinung von der Ungültigkeit der zweiten Ehe Heinrichs VIII.in Kraft geblieben, so mußte den Grundsätzen der Erbfolge gemäß Mariaaus dem Hause Stuart als Enkelin einer Schwester Heinrichs VIII. dieenglische Krone erhalten. Da aber über jene Ehe auf den Stand-punkten der beiden Religionen verschieden geurtheilt wurde, hing derneue Versuch, den Protestantismus zur Herrschaft zu bringen, mit demKampfe gegen Maria zusammen. Das Recht zur Ausschließung Marienswar nur unter Beförderung des Protestantismus zu behaupten, wiedieser den Sieg nur dann davontragen konnte, wenn Maria beseitigtwurde. Nachdem Elisabeth durch das von ihrer Vorgängerin versam-melte Parlament als Königin anerkannt war, erwog sie zuerst, welche