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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Dcr dreißigjä-nge, der französisch-spanische

ließen den Schweden den Besitz ihrer Länder an den jenseitigen Küstendes Meeres. Während sich so Schweden zu einer bedeutenden prote-stantischen Macht ausbildete, ergab sich in Polen unter Sigismunds Ne-gierung eine Nückbewcgnng zu Gunsten der katholischen Kirche, wie siein Deutschland schon früher eingetrctcn war. Auch hier bewirkten nebender ruhigeren Erwägung, die bei Vielen ans de» Abfall von dcr Kirchegefolgt war, und neben den Bestrebungen des eifrig katholischen Königsdie Jesuiten die Rückkehr Vieler zur Kirche. Was aber in Polen ge-schah, war auch für das von ihm abhängige Preußen folgenreich, undSigismunds Fürsorge mehrte dort die Religionsfreiheit für die Katho-liken. Ohne Erfolg war dagegen das Bemühen des Papstes Gre-gor XIH. geblieben, durch Pofsevin den russischen Zaren Iwan III.für den Plan einer Vereinigung der griechischen mit der lateinischenKirche zu gewinnen.

Der dreißigjährige, der französisch-spanische und dcr schwedisch-

polnische Krieg.

1. Bis zum Anfänge des siebzehnten Jahrhunderts hatte sich indem Kampfe der Religionen für die meisten Länder Europa's dcr Be-sitzstand derselben festgestellt. Im Süden hatten vereinzelte Versuche,den Protestantismus einzuführen, sich als vergeblich erwiesen. Im Nor-den war dessen Sieg entschieden und nur die Irländer wehrten sichnoch unter schweren Leiden gegen die neue Religion, die das ihnen ver-haßte Volk der Engländer ihnen aufzudringen beflissen war. Von denmittleren Reichen Europa's hatten Polen und Frankreich den Fortschrittendes Protestantismus Einhalt gethan, und Frankreich bereitete sich vor,die Macht der besonder» Körperschaft, zu welcher dessen Anhänger sichvereinigt hatten, zu brechen. Deutschland dagegen sah hundert Jahre,nachdem das Zeichen zur kirchlichen Trennung gegeben worden, einenKrieg entbrennen, zu welchem der Gegensatz der Religionsparteien denZunder gehäuft hatte. Das Glück, mit welchem die Kirche einen Theildes verlorenen Bodens wieder gewonnen, hatte auf der entgegengesetztenSeite den Eifer von Neuem entflammt. Es hatte sich im Verlaufe ver-kirchlichen Umwälzung an den staatlichen Verhältnissen so Vieles geän-dert, es hatten sich hinsichtlich der weltlichen Ordnungen in Gemäßheitder neuen Lehre so entschiedene Ansprüche gebildet, daß der Kampf derprotestantischen Partei ein Kampf für Besitz und Macht geworden war,und die Versuche staatlicher Umwälzung, um auf Erfolg rechnen zu dür-