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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Die Zeit des französischen Übergewichtes

unter der Königin Anna begründete Union zwischen Schottland undEngland, welche ein gemeinschaftliches Parlament für beide Länder ge-schaffen und nur der schottischen Kirche ihre Selbstständigkeit gelassen,hatte in Schottland eine Unzufriedenheit erregt, auf welche der Spröß-ling des hier einheimischen Hauses Stuart wohl Hoffnungen bauenkonnte. Dessen Landung in Schottland im Jahre 1715 hatte jedochkeinen Erfolg gehabt; seine Partei, die Jakobiten genannt, war durchdie Anstalten, welche Georgs Minister Walpole traf, bald zu Bodengeworfen und er selbst zur Flucht nach Frankreich genöthigt worden.Darauf hatte sich die den König beschränkende Macht des Parlamentesdurch ein Gesetz gestärkt, welches an die Stelle eines dreijährigen einensiebenjährigen Zeitraum für die Dauer der durch die Wahl begründetenMitgliedschaft setzte. Während der Zeit, da das erste siebenjährigeParlament saß, war nun auch mit Frankreich, wo der Regent vor Al-beroni's Plänen besorgt war, ein Bündniß geschlossen worden, kraftdessen dieser den Prätendenten nach Italien sandte. Nichtsdestowenigerhatte Alberoui den Mnth zum Beginne des Krieges gehabt und Europadurch eine schnelle Eroberung Sardiniens im Jahre 1717 und Siciliensim Jahre 1718 überrascht. Hierdurch sahen sich Frankreich und Eng-land veranlaßt, mit dem Kaiser, der den Türkcnkrieg beendigt hatte,ein Bündniß zu schließen, dem man in der Voraussetzung, daß die Nie-derlande ihm beitreten würden, den Namen der Quadrupel-Allianz gab.Dieses Bündniß unterwarf den Besitzstand der beteiligten Mächte einerVeränderung. Oestreich, das sich durch den Ntrcchtcr Frieden beein-trächtigt gefunden, sollte dadurch beruhigt werden, daß cs mit SavoyenSardinien gegen das vorteilhaftere Sicilicu vertauschte, und dem Königevon Spanien bot man für den ältesten Sohn seiner zweiten Ehe dieAnwartschaft' auf die Besitzungen der Häuser Mediei und Farnese, diedem Aussterben nahe waren. Doch Elisabeth und Alberoui wollten sichdiesen Anordnungen nicht fügen. Man hoffte durch die Gestaltung dernordischen Verhältnisse, welche der schwedische Minister Görz betrieb,neue Mittel zu erhalten. Nach Aussöhnung Karls XII. und des Zarensollten die Kräfte Rußlands und Schwedens gegen England benutztwerden. Inzwischen wurden die Spanier im Jahre 1719 aus Sicilienvertrieben und Spanien selbst von Frankreich zu Lande, von Englandzur See angegriffen. Das Scheitern der spanischen Pläne entschiedendlich den Sturz Alberoni's. Elisabeth wurde von den Verbündetendurch den Plan gewonnen, ihre unmündige Tochter in Frankreich zurGemahlin Ludwigs XV. zu erziehen. Da erhielt Albcroni den Be-fehl, das Reich zu verlassen, und während er sich in Rom nieder-ließ , nahm Spanien im Jahre 1720 die Anordnungen der Qua-drupel - Allianz an, und der Friede war hergestellt, worauf auch