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Die Zeit des französischen ttcbergewichtcs
er diese wieder durch die Angriffe dritter beschäftigte. Zunächst bliebSpanien das Ziel seiner Angriffe. Gedcmüthigt hatte er es schon,indem er im Jahre 1661 den König durch Kriegsdrohungen gcnöthigt,auf den aus Karls V. Zeit sich herschreibenden Vorrang der spanischenGesandten vor den französischen zu verzichten und den französischen denVorrang zuzngestehen. Es gehörte die Festsetzung solcher Förmlichkeitenzu den Mitteln, durch welche Frankreich seine mittelbare Herrschaft überandere Staaten vorbereitete, indem cs dadurch die Anschauung der Völ-ker schon im Voraus an dasjenige gewöhnte, was es zu erreichen ge-dachte. Spanien mußte, damit Ludwigs Absichten erreicht würden, zu-nächst der Hülfe Oestrcichs beraubt werden. Das Reich als solcheswar nicht zu fürchten, da es schon eine von Oestrcich getrennte Machtgeworden war, die nur in Folge eines besonder,: mühsam zu erzielendenBeschlusses aus die Seite des Kaisers gebracht werden konnte. Auchhatte Frankreich an dem rheinischen Bunde einen Bundesgenossen, derihm gerade bei Angriffen auf die spanischen Niederlande durch Hem-mung östreichischer Trnppenzüge sehr nützlich werden mußte. Zugleichstand Schweden zu Frankreich noch in dem Verhältnisse, daß es veran-laßt werden konnte, jeder dem französischen Könige ungünstigen Bewe-gung in Deutschland cntgegcnzutrcten. Selbst für den Fall, daß dasden Schweden feindliche Rußland deren Hülfe lähmen sollte, wirkte derfranzösische Einfluß in Polen dahin, daß die Kräfte dieses Reiches imfranzösischen Vortheil zu einem Angriffe ans Rußland verwendet würden.Oestreich aber an seiner verwundbarsten Stelle zu fassen, verschaffte sichLudwig die Gelegenheit durch Verbindung mit den Unzufriedenen inUngarn und den schon früher von Frankreich gegen Oestrcich benutztenTürken. Auf dieser Seite brach auch, seitdem die Friedensschlüsse inden Pyrenäen, zu Oliva und zu Kopenhagen den Frieden Enropa'shergestellt hatten, zuerst der Krieg wieder aus. Das Land Sieben-bürgen, das so oft schon Unabhängigkeit von Oestreich durch Anschlicßenan die Türken gesucht hatte, begab sich, da es nach dem Tode Ragoczp'sund seines Sohnes von den Türken verschlungen zu werden fürch-tete, unter den Schutz Oestrcichs. Die Türken, die seit Snleimanö II.Zeiten den Südosten Ungarns bis über Stnhlweißcnburg, Gran undErlau hinaus in Besitz gehabt, drangen, von den französischen Gesandtenaufgereizt, unter Mohammeds IV. Vezier Achmed Köprili, im Jahre1663 mit großer Macht gegen das östreichische Ungarn vor. Dasöstreichische Heer, das schon vorher unter dem umsichtigen FeldherrnMontecuculi in Ungarn eingerückt war, hatte die Großen des Landes,unter denen namentlich die Protestanten wegen der für die katholischeKirche bewirkten Wiedererstattungen unzufrieden waren, zu BeschwerdenVeranlaßt, so daß sich auf eine kräftige Unterstützung von ihrer Seite